Erstellt am 30. Mai 2012, 11:17

Immobilienpreise über Inflationsrate gestiegen. Die Immobilienpreise sind in Österreich im Vorjahr in den meisten Kategorien deutlich über der Inflationsrate von 3,3 Prozent gestiegen. Baugrundstücke und Eigentumswohnungen legten um sechs Prozent zu.

Immobilien gelten weiter als sicherer Hafen. Daran werde sich auch durch die neuen Steuerregeln bei der Weitergabe von Wohnungen nichts ändern, erwarten die Experten der WKÖ. Die Hohen Preise in den Ballungsräumen zwingen immer mehr Menschen zum Pendeln. Thomas Malloth, Obmann der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich, fordert daher eine "Verdichtung" des Wohnraumes durch den Ausbau der Dachgeschosse. Dadurch und durch die Sanierung des Altbestandes werde weit mehr Energie gespart, als durch den Neubau von Passivhäusern und wertvoller Grünraum werde geschont.

Neue Eigentumswohnungen kosten nun in Wien um 9,72 Prozent mehr als ein Jahr davor. Mit 3.298 Euro sind Rekordpreise zu zahlen. Salzburg, im Vorjahr noch teuerstes Pflaster in Österreich, liegt nun mit 3.153 Euro (plus 3,65 Prozent) an zweiter Stelle. Relativ knapp dahinter folgen Vorarlberg mit 2.964 Euro. In den anderen Bundesländern lagen die Preise zwischen 1.584 und knapp 2.000 Euro je Quadratmeter.

Deutlich günstiger sind gebrauchte Eigentumswohnungen zu haben, der Preisanstieg lag mit 10,52 Prozent in Wien aber auf einem Rekordniveau. Nun kostete der Quadratmeter 2.131 Euro und damit erstmals über 2.000 Euro.

Bei Einfamilienhäusern liegt die Bandbreite für Preise zwischen 1.206 Euro in der Steiermark und 2.563 Euro in Salzburg. Rund 2.300 Euro sind in Wien und Vorarlberg fällig.

Auch wer bauen will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahr. Der Preisunterschied ist aber gewaltig: Gibt es den Quadratmeter Baugrund in der Steiermark noch um 66 Euro, so sind es in Wien 525 Euro.