Erstellt am 12. Dezember 2012, 14:50

Immobilienpreise zogen heuer kräftig an. Angesichts der Finanz- und Eurokrise gingen Immobilien auch heuer weg wie die warmen Semmeln. Die massive Nachfrage hat erneut die Preise in die Höhe getrieben.

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"Eigentumswohnungen verteuerten sich heuer im Schnitt um 8 Prozent und auch 2013 dürfen wir auf eine weiter deutliche Nachfrage hoffen", sagte Margret Funk, Vorstandsmitglied im Österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft.

Funk rechnet allerdings mit einer Beruhigung des Preisanstiegs auf ein Plus von etwa 5 Prozent im kommenden Jahr. "Die Menschen wollen ihr Geld sicher in Immobilien parken", sagte Immobilienexperte und Geschäftsführer von Realpartners, Andreas Wollein. Die Preise gehen auch seiner Meinung nach im kommenden Jahr weiter bergauf - vielleicht aber etwas langsamer. "Das Sparbuch bringt nichts", erklärte Wollein.

"Das Interesse an Immobilien ist ungebrochen, aber der große Ansturm, wie wir ihn in den letzten Jahren erlebt haben, dürfte vorüber sein", erwartet Funk. Die Immobilienwirtschaft befürchtet jedenfalls keine Immobilienblase: Die Finanzierung erfolge weitgehend über Eigenmittel. "Eine Blase entwickelt sich nur dann, wenn Käufer Immobilien wieder verkaufen müssen", so Wollein. "Wir haben aber einen hohen Anteil an Eigenkapital und einen geringen an Fremdkapital."

Deutliche Preisanstiege waren in den vergangenen Jahren beispielsweise in Wien zu beobachten, nachdem es die Jahre davor wenig Bewegung gegeben hatte. Mittlerweile kostet eine neu errichtete Eigentumswohnung in Wien im Schnitt 3.802 Euro je Quadratmeter, eine gebrauchte liegt bei 2.700 Euro.

Bei der Wohnungssuche geht der Trend den Angaben zufolge ungebremst in Richtung Ballungsräume. Der Speckgürtel weite sich aus. Ein Sinken der Preise sieht Wollein hingegen in Regionen mit wenig Industrie, Handel und Gewerbe.