Erstellt am 06. März 2013, 12:14

ImmobilienScout24: Keine Immobilienblase in Österreich. In "überhitzten Gegenden" drohen Wertverluste bei kurzfristigem Wiederverkauf

 |  NOEN, © Alexandra Gruber
Die Immobilienpreise in österreichischen Ballungszentren sind zwar teilweise stark gestiegen und in einigen Landeshauptstädten sind sie sogar deutlich überhöht - von einer Immobilienblase in Österreich kann jedoch keine Rede sein, beschwichtigt das Online-Portal ImmobilienScout24.

"Für die Bildung einer Blase bedarf es unterschiedlicher Voraussetzungen, nicht alle dafür sind aber in Österreich gegenwärtig gegeben", erklärte Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich. Neben einem Konjunkturhoch müssten für eine Blasenbildung die Eigentumspreise steigen und sich von den Mietpreisen entkoppeln, bei gleichzeitig sinkender Nachfrage. Außerdem würden Blasen vor allem in Märkten entstehen, wo der Eigenmittelanteil bei der Immo-Finanzierung relativ gering sei. Eine solche Kreditblase sei in Österreich nicht in Sicht, so die Experten der Immobilien-Plattform.

ImmobilienScout24 hat die Entwicklung der Miet- und Eigentumspreise der österreichischen Landeshauptstädte im Zeitraum 2007 bis 2012 analysiert. Dabei wurde nur in Salzburg, Linz und Eisenstadt ein Auseinanderdriften der Immopreise und Mieten festgestellt. In Salzburg gebe es zwar eine starke "Preisüberhitzung", allerdings seien die Zinsen derzeit niedrig und die Nachfrage stabil, daher könne man noch nicht von einer Blase sprechen, sagt ImmobilienScout24-Analyst Michael Kiefer.

Ähnliches gilt für Linz und Eisenstadt. "Wenn die Nachfrage erlahmt, weil die Konjunktur z.B. wie für heuer prognostiziert nur langsam anspringt und die Zinsen steigen, müssten Käufer in solchen 'überhitzten Gegenden' vor allem bei teurem Neubau unter Umständen mit Wertverlusten im kurzfristigen Wiederverkauf rechnen", sagt Kiefer.