Erstellt am 06. August 2013, 14:23

Immobilienverkäufe gingen zurück. Auf dem Immobilienmarkt kehrt nach einigen Boomjahren im Zuge der Wirtschaftskrise wieder Ruhe ein.

Heuer im ersten Halbjahr sind die Verkäufe in Österreich jedenfalls deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 13,7 Prozent auf 37.300 Stück, die Verkaufssumme verringerte sich um 10,6 Prozent auf österreichweit 7,23 Mrd. Euro. Das geht aus den aktuellen Daten des RE/MAX-ImmoSpiegels auf Basis des Amtlichen Grundbuchs hervor. Damit bewegte sich der Markt in puncto Verkaufszahlen und Transaktionsvolumen um 2,6 bzw. 4,7 Prozent unter den Werten zu Beginn der Krise 2009. "Jetzt sind wir auf einem Niveau, das sich normalisiert hat - die Eigenmittel sind vielfach ausgegeben und das Angebot ist nicht so gut, das heißt der Immobilienmarkt ist ein bisschen träger geworden", sagte der Vorsitzende des Immobilienmaklers RE/MAX in Österreich, Alois Reikersdorfer, am Dienstag.

Die Preise kletterten heuer indes weiter - allerdings nicht mehr so wie im Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich. Reikersdorfer ortet hier eine Abkühlung - "mit Ausnahme von Salzburg und Wien". "In Wien sind die Preissteigerungen nach wie vor eklatant - es sind kaum gebrauchte Wohnungen auf dem Markt." Wenn mehr gebaut würde, würde sich das Preisniveau normalisieren.

Eigentumswohnungen werden teurer

Österreichweit verteuerten sich Eigentumswohnungen heuer im ersten Halbjahr im Durchschnitt um 8,2 Prozent auf 2.356 Euro pro Quadratmeter, Einfamilienhäuser um 4,2 Prozent auf durchschnittlich 186.432 Euro. Lediglich Grundstücke wurden billiger - die Durchschnittspreise gingen hier um 16,7 Prozent auf 47 Euro pro Quadratmeter zurück.

Bei den Preisen dürfte die Schmerzgrenze - vor allem bei den Wohnungen - bei vielen allmählich erreicht sein. "Die Anleger sind nicht mehr bereit, jeden Preis zu zahlen", so RE/MAX-Österreich-Chef Bernhard Reikersdorfer. Jedenfalls verteuern sich die Immobilien nicht mehr so dynamisch nach oben wie in der Vorjahresperiode.