Erstellt am 26. Februar 2013, 12:25

Immofinanz: Buwog-Börsegang bis Ende 2014 möglich. Trotz des Ausscheidens aus dem Bieterrennen um die GWB-Wohnungen der deutschen BayernLB hält die Immofinanz an einem möglichen Börsegang ihrer Tochter Buwog bis Ende 2014 fest.

"An dieser Option wird nach wie vor gearbeitet", bestätigte Buwog-Geschäftsführer Gerhard Schuster am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz. "Es gibt aber keinen konkreten Zeitplan", erklärte Immofinanz-Sprecherin Bettina Schragl auf Anfrage. Ein IPO sei weiterhin eine "interessante Option". Im vergangenen Oktober hatte Immofinanz-Chef Eduard Zehetner erklärt, sich einen Buwog-Börsegang in den nächsten zwei Jahren vorstellen zu können.

Ursprünglich war anvisiert, die mit 2,5 Mrd. Euro bewertete Wohnungsgesellschaft Buwog sowie die GBW-Wohnungen zusammenführen und diese im Jahr 2014 an die Börse in Frankfurt bringen. Das gesamte Wohnungspaket sollte dann 45.000 bis 50.000 Einheiten umfassen und ein Angebot an defensiv orientierte institutionelle Anleger darstellen.

Die Buwog soll in Hinblick auf einen möglichen Börsegang durch weitere Immobilien-Zukäufe in Deutschland gestärkt werden und sich von Liegenschaften in Österreich trennen, betonte Schragl. Bei Freiwerden von Mietwohnungen werde der Verkauf an Dritte forciert.

Beim Immofinanz-Strafprozess wurde indes zur gleichen Zeit am achten Verhandlungstag ein ehemaliger Mitarbeiter des angeklagten Rechnungswesenleiters der Constantia Privatbank, Christian Thornton, als Zeuge zu den Auswirkungen und der Verbuchung der umstrittenen Aktienoptionen befragt. 2006 hatte der Zeuge die Vereinbarungen mit dem ebenfalls auf der Anklagebank sitzenden Treuhänder Ernst Leo Hable wirtschaftlich zu beurteilen. Ergebnis war, dass eine Drohverlustrückstellung in Millionenhöhe - laut dem Zeugen 7,4 Mio. Euro - bei der Banktochter CPB IMV gebildet wurde und letztlich ein Verlust bei ihr entstand.