Erstellt am 23. Juli 2014, 13:33

Aufschwung fehlt. Die aktuelle Konjunkturumfrage der IV Burgenland und der Sparte Industrie Burgenland zeigt sich alles andere als erfreulich.

Forderungen. IV Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) Burgenland und der Sparte Industrie Burgenland zeigt sich alles andere als erfreulich.

„Die Lage in der Industrie ist angespannt und gibt Anlass zur Sorge“, fasst IV Burgenland Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl die Ergebnisse der Konjunkturumfrage des zweiten Quartals 2014 zusammen.

„Die Hoffnung einer weiteren konjunkturellen Erholung hat sich leider nicht erfüllt. Die Auswertung zeigt eine gedämpfte Stimmung und wenig Zuversicht bei der burgenländischen Industrie“, so Puschautz-Meidl.

Großer Frust über mangelnde Fortschritte

Für eine fortgesetzte Konjunkturerholung wären vor allem bessere Investitionsbedingungen erforderlich, wird erklärt. Derzeit liegt der Schwerpunkt der Unternehmen auf Ersatzinvestitionen. „Vielmehr wären aber Erweiterungsinvestitionen vonnöten, um zu einem höheren Wachstum bei Wertschöpfung und Beschäftigung und damit auch zu einem höheren Abgabenaufkommen zu gelangen“, so Puschautz-Meidl.

Nur rund die Hälfte der befragten Unternehmen glaubt, dass sich die wirtschaftliche Lage verbessern wird. Bei fast allen abgefragten Parametern überwiegt der negative Trend, sowohl bei der Geschäftslage, der Einschätzung der künftigen Auslandsaufträge, der Mitarbeitereinstellung - und das von einem ohnehin relativ niedrigem Niveau ausgehend.

In den Zahlen zeigt sich teilweise auch der Frust über mangelnde Fortschritte bei der steuerlichen Entlastung der Betriebe und über den jahrelangen Reformstau.

Gegensteuern mit Bestbieterprinzip

„Notwendig wären gerade jetzt Investitionsanreize und Perspektiven, auf die sich die Unternehmen verlassen können. Hier ist die Politik gefordert!“, so Puschautz-Meidl. Eine Forderung der IV an die öffentliche Hand ist unter anderem, für faire Vergaben zu sorgen. Daher wäre in diesem Zusammenhang eine Abkehr vom Billigstbieterprinzip ein wichtiger Schritt, erklärt man von Seiten der IV.

Leider hat die Wettbewerbssituation, besonders in der Bauindustrie, verbunden mit dem Billigstbietersystem, zu einer untragbaren Ertragslage und im Burgenland auch schon zu einigen Insolvenzen geführt, heißt es in der Aussendung. Die Industrie unterstützt und fordert die Ausrichtung öffentlicher Ausschreibungen in Richtung Bestbieterprinzip!