Erstellt am 29. März 2012, 12:16

Industrie stellt wieder Personal ein. In der österreichischen Industrie zeigt der Daumen das dritte Mal in Folge nach oben.

Der Aufwärtstrend wirkte sich auch auf die Jobs aus: "Erstmals im Jahr 2012 hat die Industrie im März wieder Beschäftigung aufgebaut," kommentierte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl die Ergebnisse des Einkaufsmanagerindex (EMI).

Die anhaltend gute Auftragslage habe die Betriebe am Arbeitsmarkt offensiv werden lassen, wurde am Donnerstag mitgeteilt. Der Index ist im März gegenüber dem Vormonat leicht gesunken, liegt mit einem aktuellen Wert von 51,5 jedoch weiterhin über der Wachstumsmarke von 50 Punkten.

Die Zahlen zeigen nach einer leichten Delle zum Jahresende 2011 mittlerweile zum dritten Mal hintereinander eine Expansion des Industriesektors an. Die monatliche Umfrage unter den Einkaufsleitern der österreichischen Industrieunternehmen ergab, dass die Produktion wegen der günstigen Auftragsentwicklung, insbesondere aus dem Ausland, im März erneut kräftig ausgeweitet worden sei.

Allerdings hatten die Betriebe laut dem Index mit hohen Rohstoffpreisen zu kämpfen. "Die Ertragsseite wurde im März durch die Preistrends erheblich belastet", so Puschedl. Die Industrie habe versucht, den steigenden Einkaufspreisen durch Kostensenkungen im Lagerwesen entgegenzuwirken. "Die heimischen Erzeuger haben angesichts der gestiegenen Rohstoffpreise im März die Einkaufsmenge bewusst niedrig gehalten." Das habe zum stärksten Abbau der Vormateriallager seit über zwei Jahren geführt. Auch die Verkaufslager seien im März etwas geleert worden.

Die Stimmung in der heimischen Industrie habe sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich vom Tiefpunkt im Spätherbst erholt. Dennoch sei das Verhalten der Unternehmen angesichts der Rahmenbedingungen in Europa noch von großer Vorsicht geprägt. Das Vertrauen in eine stabile Erholung im Sektor nimmt aber wieder zu.