Erstellt am 16. Mai 2013, 10:11

Inflation erstmals seit langem unter zwei Prozent. Erstmals seit zweieinhalb Jahren ist in Österreich die Teuerung wieder unter die 2-Prozent-Marke gefallen, bei der die EZB von einer Preisstabilität ausgeht.

Im April verringerte sich die Inflationsrate (nach 2,3 Prozent im März) auf 1,9 Prozent, den niedrigsten Wert seit November 2010. Ohne billigere Mineralölprodukte hätte die Teuerung laut Statistik Austria aber auch jetzt 2,3 Prozent betragen.

Hauptverantwortlich für die schwächere Preisdynamik waren die im Jahresabstand um 7,2 Prozent niedrigeren Spritpreise. Da die Heizölpreise mit -8,4 Prozent ebenfalls stark zurückgingen, fielen die Teuerungen im Bereich "Wohnung, Wasser, Energie" mit +2,5 Prozent nicht mehr so kräftig aus wie in den Monaten davor. Dagegen nahm bei Nahrungsmitteln der Preisdruck auf +4,1 Prozent zu.

Der für die Eurozone ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs erhöhte sich im April im Jahresabstand um 2,1 (2,4) Prozent. Auch die Teuerung bei den typischen Ausgaben von Pensionistenhaushalten (PIPH) legte mit 2,3 (2,4) Prozent - wie meistens - stärker zu als der allgemeine VPI.

Im Monatsabstand - von März auf April - blieb das heimische Preisniveau sowohl laut VPI als auch laut HVPI mit +/- 0,0 Prozent unverändert. Beim Pensionistenpreisindex wurde ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat verzeichnet.