Erstellt am 24. September 2013, 12:37

Infrastruktur-Partnerschaft soll Kommunen Geld sparen. Burgenlands Kommunen sollen in Zukunft stärker zusammenarbeiten und sich dadurch Geld sparen.

Parkpickerl-Ärger. Auch Landesvize Franz Steindl unterschrieb den Protest-Brief an das Wiener Rathaus. FOTO: ZVG  |  NOEN, ZVG
Anders als etwa in der Steiermark werde man keine Gemeinde zusammenlegen oder trennen, teilte Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit. Synergien sollen aber sinnvoll genutzt werden. Im Rahmen eines von der EU geförderten Pilotprojekts haben sich nun drei nordburgenländische Kommunen zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Infrastrukturmaßnahmen durchzuführen und um dadurch u.a. von günstigeren Konditionen zu profitieren.

Der Grundgedanke der Gemeindekooperationen sei, "die politischen Einheiten im Wesentlichen so zu lassen wie sie sind, aber die wirtschaftlichen Einheiten der Gemeinden zu sinnvollen Größen zu treiben", klärte Projektleiter Werner Falb-Meixner auf. Beim jetzigen Projekt werden die Infrastrukturmaßnahmen der drei Gemeinden - Schützen am Gebirge, Donnerskirchen und Purbach (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) - zusammengefasst und gemeinsam betrieben. "Dazu bedarf es einer Arbeitsgemeinschaft, die in den Gemeinderäten beschlossen wird." Jede Gemeinde lege für sich fest, welche Maßnahmen in den nächsten drei Jahren zu setzen sind, beschließe diese und habe dann den Vorteil, so Falb-Meixner.

"Wir betreten absolutes Neuland"

Insgesamt gibt es drei EU-Projekte, wo man Synergien bei der Zusammenarbeit herausfinden bzw. herausarbeiten möchte, sagte Gemeindereferent Steindl. Das aktuelle Projekt sei eines davon und bezieht sich nur auf das Nordburgenland. Das Gesamtprojekt kostet für alle drei Jahre etwa 256.000 Euro, rund 80 Prozent davon wird für das Projekt selbst von der EU finanziert, sagte der Falb-Meixner.

Wie viel sich die Kommunen ersparen werden, sei noch nicht klar. Man betrete hier absolutes Neuland. Der Projektleiter räumte aber ein: "Die Ersparnisse sind wahrscheinlich größer, als wir glauben." Mit der "körperlichen Arbeit" soll im Frühjahr 2014 begonnen werden können.