Erstellt am 09. Mai 2014, 09:02

Innovationspreis Tourismus an Projekte aus Burgenland. Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner hat am Donnerstagabend in Bad Tatzmannsdorf den gemeinsam mit den Bundesländern ausgelobten 2. Österreichischen Innovationspreis Tourismus (ÖIT) verliehen.

Wirtschafts- und Tourismusminister Mitterlehner zeichnet in der Kategorie "saisonale, kulturtouristische Angebote" den Verein pankratiumgmünd für das Projekt "das haus des staunens" mit dem 2. Österreichischen Innovationspreis Tourismus aus.  |  NOEN, Daniela Klemencic
In der Kategorie "saisonale, buchbare, kulturtouristische Angebote" gewann der Kärntner Verein pankratiumgmünd mit seinem Projekt "das haus des staunens". Den Sieg in der Kategorie "buchbare, kulturtouristische Ganzjahresangebote" holte sich die Raiding Foundation aus dem Burgenland mit dem Projekt "Storchenhaus". Beide Gewinner wurden von einer Expertenjury ausgewählt und erhalten ein Preisgeld von je 10.000 Euro.

Projekte sollen "als Vorbild und Inspiration" dienen

Wir müssen den Innovationsgedanken im Tourismus auf allen Ebenen stärken. Denn die erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Tourismus und entscheidet über den langfristigen Erfolg", sagte Mitterlehner bei der Preisverleihung im Arkadenheurigen des Freilichtmuseums in Bad Tatzmannsdorf.

Die prämierten Projekte sollen als Vorbild und Inspiration für die Weiterentwicklung der Angebote in der gesamten Tourismus- und Freizeitwirtschaft sein. Damit können wir neuen Ideen im Tourismus stärker zum Durchbruch verhelfen", so Mitterlehner. Bei den Einreichungen zum ÖIT sticht insbesondere die Betonung regionaler Alleinstellungsmerkmale hervor - von der Inszenierung von immateriellem Kulturgut über Brauchtum und Outdoor-Erlebniswelten bis hin zu Kulinarik und Kultur.

Jurybegründung für die bürgenländischen Gewinner

Das "Storchenhaus" als erstes von zehn multifunktionalen Gästehäusern ist ein neuer und mutiger Ansatz, um den Bekanntheitsgrad von Raiding durch internationale Berichterstattung zu steigern. Mit diesem Konzept macht Raiding, die Geburtsstadt von Franz Liszt und ein Ort mit hoher Architektur-Affinität, neue Zielgruppen auf sich und die Region aufmerksam. Das eigenfinanzierte Projekt verbindet burgenländische und japanische Traditionen auf einzigartige Weise.

Besonders dieser internationale, Kulturen-übergreifende Ansatz ist auszeichnungswürdig. Darüber hinaus verfügt das Projekt über das Potenzial, überregionale Bedeutung für den Architekturtourismus zu erlangen. Mit dem regionalwirtschaftlichen Ansatz, neue Beherbergungsstrukturen zu schaffen, wurde auch dem Anspruch an organischem Wachstum Rechnung getragen. Aus diesem Grund stellt das Projekt ein Vorbild für die österreichische Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Bezug auf die regionale Wertschöpfungssteigerung dar.