Erstellt am 27. März 2015, 12:04

von APA Red

Integrations-Projekte von WIFI und Volksbildungswerk. Im Burgenland starten Volksbildungswerk (VBW) und WIFI Pilotprojekte, mit denen die Integration von Ausländern gefördert werden soll. Dabei werden ein Crashkurs in Deutsch sowie verschiedene Workshops angeboten.

 |  NOEN, © Alexandra Gruber
Das Landesjugendreferat unterstützt die Projekte mit insgesamt rund 18.000 Euro, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) am Freitag in Eisenstadt.

Alt und Jung unter Motto "gemeinsam statt einsam"

Unter dem Motto "Kulturen kennenlernen, Barrieren abbauen" hat das Volksbildungswerk ein Projekt entwickelt, das landesweit in verschiedensten Ortschaften stattfinden soll. Im Mittelpunkt stehe dabei gegenseitiges Kennenlernen der Menschen und Kulturen, so Lena Sailer-Prenner vom VBW.

Migranten sollen zum Beispiel ihren neuen Wohnort durch Ortsbegehungen gemeinsam mit Referenten kennenlernen. Weiters werden Workshops zu Themen wie Malerei, Musik und Fotografie, die Möglichkeit zu sportlicher Betätigung und ein ganztägiger friedenspädagogischer Workshop angeboten.

Unter dem Motto "gemeinsam statt einsam" vermitteln ältere Menschen aus der jeweiligen Ortschaft jungen Migranten Wissen und geben wichtige Informationen weiter. "Die Interaktion wird dadurch gefördert und Hemmschwellen beziehungsweise Barrieren abgebaut", erläuterte Sailer-Prenner.

Deutsch-Crashkurs mit zweimal 80 Lehreinheiten

Das WIFI biete einen Crashkurs in Deutsch und dazugehörige Coachings an. "Damit wollen wir die Integration positiv unterstützen", so WIFI-Kurator Friedrich Ebner.

Menschen aus dem Ausland mit positiv abgeschlossenem Asylverfahren soll so ermöglicht werden, einen Job in der Wirtschaft zu erhalten. Im Rahmen der Coachings soll auch Hilfe auch bei Behördenwegen, bei der Nostrifikation und bei Stellenbewerbungen angeboten werden.

Der Crashkurs in Deutsch umfasse zweimal 80 Lehreinheiten. Das Angebot richte sich an Personen, die bereits sehr hoch qualifiziert sind und über Fremdsprachenkenntnisse verfügen, erläuterte Institutsleiter Jochen Bognar. Der Kurs wird von Trainern vor Ort durchgeführt, um die Ausbildung auf die Teilnehmer abstimmen zu können.

Das Coaching soll zweimal 20 Lehreinheiten betragen. Man rechne mit 15 bis 20 Teilnehmern. Dabei gehe es um hoch qualifizierte Personen, wo man gute Chancen sehe, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren.