Erstellt am 15. Februar 2016, 13:07

von APA/Red

Investitionen lösten 30 Mio. Euro an Wertschöpfung aus. Der Fachverband Schienenbahnen hat 2015 eine österreichweite Studie über die wirtschaftlichen Leistungen von Regionalbahnen in Auftrag gegeben.

Flott. Ab Dezember 2016 werden fünf neue »Desirio Main Line«-Züge von Siemens auf der Strecke der Raaberbahn unterwegs sein. Foto: Raaberbahn  |  NOEN, Raaberbahn
Im Burgenland wurde die Raaberbahn AG analysiert. Am Montag wurde das Ergebnis präsentiert, das zeigte, dass die Investitionen von rund 34 Mio. Euro von 2004 bis 2013 rund 30 Mio. Euro an Wertschöpfung im selben Zeitraum in Österreich ausgelöst haben.

Der Wertschöpfungsmultiplikator betrage 2,2, berichtete Studienautor Christian Helmenstein. Das bedeute, dass jeder von der Raaberbahn investierte Euro 1,2 weitere Euro an Wertschöpfung in Österreich schaffe, so Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ).

Steuern und Abgaben: 7,5 Mio. Euro

Weiters geht aus der Studie, die sich nur auf den österreichischen Teil der Raaberbahn bezieht, u.a. hervor, dass 2013 die lohnabhängigen Steuern und Abgaben der Raaberbahn rund 7,5 Mio. Euro betrugen. Nach Gebietskörperschaften profitieren dabei die Sozialversicherungen mit 4,5 Mio. Euro am meisten, während den Gemeinden im Burgenland nur 0,7 Mio. Euro zuflossen, erläuterte der Studienautor.

Die Raaberbahn hat 160 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 34 Mio. Euro, wovon 25 Mio. Euro auf die Raaberbahn und 9 Mio. Euro auf die Raaberbahn Cargo GmbH fallen, so Generaldirektor-Stellvertreter Csaba Szekely. Pro Jahr werden 1,6 Mio. Fahrgäste und vier Mio. Tonnen Güter transportiert.

Ab Ende Juli werden fünf Triebwagen der Marke Siemens Desiro Mainline ausgeliefert, "die spätestens beim Fahrplanwechsel im Dezember in den Planbetrieb aufgenommen werden", kündigte der Szekely an. Diese fünf Triebwagen, die zur Raaberbahn kommen, sind die ersten für den Regionalbahneinsatz.