Erstellt am 28. Januar 2013, 13:18

IV ortet zum Jahresbeginn Konjunkturaufhellung. Die Industriellenvereinigung (IV) sieht eine konjunkturelle Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn 2013.

"Wir durchleben meteorologisch und konjunkturell einen harten Winter - allerdings mit Aufhellungen", sagte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer am Montag in Wien. In großen Teilen Europas gebe es eine rezessive Entwicklung, Österreich hingegen entwickle sich auf der positiven Seite, so Neumayer. Die Stimmung bei den befragten Unternehmen hat sich im vierten Quartal deutlich aufgehellt. Das IV-Konjunkturbarometer legte von plus zwei Punkten im dritten Quartal auf +15 Punkte im vierten Quartal 2012 zu. Es bleibt damit aber noch immer hinter dem Niveau zur Jahresmitte 2012 zurück.

Das Konjunkturbarometer wird als Mittelwert aus den Beurteilungen der gegenwärtigen Geschäftslage und der Geschäftslage in sechs Monaten bestimmt. An der jüngsten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung beteiligten sich 447 Unternehmen mit rund 295.000 Beschäftigten.

IV-Chefökonom Christian Helmenstein sieht in den neuesten Daten der Konjunkturumfrage gleich mehrere typische Phänomene einer sehr frühen Phase der Konjunkturerholung. "Wir sehen Anzeichen einer Stabilisierung, die im Jahresverlauf in eine Erholung übergehen wird", sagte Helmenstein. Das "Double-Dip-Szenario", also das zweimalige Abgleiten in die Rezession, finde nicht in den USA sondern in Europa statt. Gegen einen Absturz der Weltwirtschaft spreche aber das für 2013 prognostizierte globale Wachstum von 3,5 Prozent.

In Österreich ortet die IV bei den Unternehmen eine Ausweitung der Ausbringungsmenge, um die eigenen Lagerbestände wieder aufzufüllen. Das sei ein typisches sehr frühes Erholungszeichen, erläuterte Helmenstein. Auch bei der Beschäftigungsentwicklung sei der "untere Wendpunkt der Erwartungshaltung überschritten", in der Industrie laufe der Beschäftigungsabbau aus.