Erstellt am 06. Juli 2012, 08:41

IWF-Chefin Lagarde begrüßt Rektionen auf EU-Schuldenkrise. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat "wichtige Schritte" zur Eindämmung der EU-Schuldenkrise begrüßt. In einer Rede in Tokio nannte Lagarde am Freitag vor allem die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels in Brüssel sowie die Senkung des Leitzinses für die Eurozone am Donnerstag.

Beim EU-Gipfel vergangene Woche hatten besonders Spanien und Italien Druck auf Deutschland ausgeübt und erreicht, dass der künftige Euro-Krisenfonds ESM auch direkt Kapital an angeschlagene Banken vergeben kann. Zudem sollen Krisenländer Hilfskredite ohne allzu strenge Auflagen erhalten dürfen. Auch wurde ein EU-Wachstumspakt in Höhe von 120 Mrd. Euro beschlossen. Lagarde bezeichnete die Beschlüsse als "wichtige Schritte in die richtige Richtung". Dies sei "ermutigend".

Dennoch steht die Weltwirtschaft nach Einschätzung von Lagarde vor immer größeren Problemenk, es müsse aus Sicht des IWF noch "mehr getan" werden. Der Ausblick habe in den vergangenen Monaten besorgniserregendere Züge angenommen, sagte sie. In der nächsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde wahrscheinlich von einer noch schwächeren Wirtschaftsentwicklung ausgegangen.

Die nächste Wachstumsprognose wird am 16. Juli erwartet. Lagarde fügte bei ihrem Besuch in Tokio hinzu, eine Verschärfung der Euro-Krise könnte die japanischen Exporte belasten. Zudem stünde in weiterer Aufwärtsdruck beim Yen den Exportbranchen im Weg. Derzeit sei die japanische Währung leicht überbewertet.