Erstellt am 20. September 2011, 15:18

IWF sieht Österreich 2011 und 2012 real wachsen. Der Internationale Währungsfonds hat in seiner Herbstprognose die Wachstumserwartung für die österreichische Wirtschaft für 2011 nach oben und für 2012 nach unten korrigiert.

Für heuer rechnet der IWF jetzt mit einem BIP-Plus von real 3,3 Prozent und für 2012 nur mehr von 1,6 Prozent. Für die Industrieländer sieht der IWF das Risiko einer länger andauernden Wachstumsschwäche.

Mit der neuen BIP-Prognose für Österreich von 3,3 Prozent für 2011 liegt der IWF über den bisher letzten Erwartungen der heimischen Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS, die Anfang Juli für 2011 jeweils ein Wachstum von 3,0 Prozent und für 2012 von 1,8 Prozent bzw. 2,1 Prozent errechnet hatten. Ende September werden die beiden Institute ihre neue Herbstprognose vorlegen.

Das höhere Wirtschaftswachstum wird laut IWF heuer auch mit einer höheren Inflationsrate von 3,2 Prozent einhergehen. Für 2012 wird dagegen mit einem geringeren Anstieg der Verbraucherpreise von 2,2 Prozent gerechnet. Der IWF geht auch von einer weiteren leichten Entspannung am heimischen Arbeitsmarkt aus.

Für die Weltwirtschaft nahm der IWF seine Wachstumsschätzung für heuer und das kommende Jahr jeweils auf 4,0 Prozent zurück. Massiv revidierte er jedoch seine Schätzungen für die USA, die in diesem Jahr nur noch um 1,5 Prozent wachsen dürften - ein Prozentpunkt weniger als noch im Juni geschätzt - und im nächsten Jahr um 1,8 Prozent. Auch Deutschland dürfte frühere Wachstumshoffnungen nicht erfüllen.