Erstellt am 02. Juli 2012, 13:55

Jeder Sechste glaubt an Euro-Aus vor 2015. Etwa jeder sechste Österreicher (17 Prozent) ist davon überzeugt, dass es den Euro im Jahr 2015 gar nicht mehr geben wird.

Das geht aus dem aktuellen "ATV Österreich Trend" hervor, der vierteljährlich vom Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt wird. 44 Prozent glauben, dass der Euro in seiner jetzigen Form bleibt. 23 Prozent gehen davon aus, dass ein paar Länder die Eurozone verlassen werden.

Für Meinungsforscher Hajek bergen jene 17 Prozent, die nicht an die Währung glauben, ein Gefahrenpotenzial. "Denn diese Menschen drücken ja nicht nur eine Meinung aus, sondern möglicherweise handeln sie auch, bevor der Euro - wie sie glauben - weg ist. Das heißt, sie ziehen ihr Geld zum Beispiel von ihren Konten, von österreichischen Banken ab oder investieren verstärkt in Immobilien."

Ihre persönliche Wirtschaftslage beurteilen die befragten Österreicher etwas besser als die allgemeine. "Die Stimmung ist positiv, aber sie ist auch fragil. Sollte sich die Schuldenkrise verschärfen, sollte es weiterhin keine einheitliche Linie der EU-Länder geben, könnte die Stimmung kippen", so Hajek.

Einer anderen Studie zufolge machen sich österreichische Privatanleger im Vergleich zu ihren Pendants in elf europäischen Staaten und Israel die meisten Sorgen wegen der Eurokrise. Aus dem "Europaen Wealth Index" des britischen Vermögensverwalters Schroders geht hervor, dass die "Hauptsorge" für 56 Prozent der österreichischen Investoren der Euro ist. Im Durchschnitt ist der Euro "nur" für 43 Prozent der Anleger die Hauptsorge. Bei den Italienern ist die Hauptsorge beispielsweise eine Steuererhöhung, bei den Deutschen (48 Prozent) ebenso die Eurokrise.