Erstellt am 03. Mai 2013, 11:02

Jobangebot entpuppte sich als Geldwäsche-Dienst. Ein zunächst lukratives Jobangebot hat sich für einen jungen Burgenländer als Geldwäsche-Dienst entpuppt.

Der Mann hätte als "Regionalvertreter" für eine Schweizer Immobilienfirma Geld, das er zuvor bekommen hatte, weiter überweisen sollen. Der Lohn: Drei bis fünf Prozent. Als 9.000 Euro auf dem Konto des Mannes eingingen, wurde sein Bankbetreuer stutzig.

Nach einer Überprüfung des Arbeitsvertrages durch die Arbeiterkammer Burgenland stellte sich heraus, dass sich der Mann beim Ausüben seiner Tätigkeit vermutlich strafbar gemacht hätte. Die AK warnt in einer Aussendung am Freitag vor dubiosen Job-Angeboten im Internet.

Für den betroffenen Mario S. ging laut AK alles recht schnell: Die Bewerbung erfolgte online, kurz darauf erhielt er eine E-Mail, dass man - obwohl er keinerlei Erfahrung in der Immobilienbranche hatte - bereit sei, ihn einzustellen. Der Vertrag wurde ebenfalls sofort mitgeschickt. Doch statt der Möglichkeit, ohne großen Aufwand Geld zu verdienen, stand der Mann unmittelbar davor, eine Straftat zu begehen.

AK Burgenland warnt: "Wäre in Geldwäsche-Dienst geschlittert"

"Hätte Mario S., wie von ihm verlangt, den Betrag per Western Union weitergeschickt, wäre er in eine Geldwäsche-Geschichte geschlittert", erklärte Eva Schreiber von der AK-Konsumentenberatung. Der Vertrag wurde angefochten, der Betrag rücküberwiesen, wüste Drohungen der Firma Palladio Real Estate AG seien die Folge gewesen. Nun sei jedoch Ruhe.

"Wir warnen dringend davor, sich auf derartige Angebote einzulassen", so Schreiber. Im Internet gebe es unzählige dubiose Jobangebote. "Gerade in Zeiten, wo viele verzweifelt Arbeit suchen, boomt dieser unseriöse Stellenmarkt. Wer die Angebote nicht genau prüft, kann nicht nur viel Geld verlieren, sondern sich auch strafbar machen", erläuterte die Konsumentenschützerin.