Erstellt am 18. März 2015, 12:54

von APA/Red

Kampf dem Müll im Straßengraben - Kampagne startet. Im Burgenland wird dem Müll in den Straßengräben wieder der Kampf angesagt. Zum sechsten Mal startet die Kampagne "Sei keine Dreckschleuder", an der das Land, der ORF Burgenland und die Umweltanwaltschaft in Zusammenarbeit mit dem Burgenländischen Müllverband beteiligt sind.

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In Radio- und TV-Spots soll im März und im Juni das Umweltbewusstsein gestärkt werden, teilten Vertreter am Mittwoch mit.

Die Initiative soll dazu beitragen, den Müll auf Straßen und Radwegen zu reduzieren. Denn jährlich lande immer noch viel zu viel achtlos weggeworfener Müll oder illegal entsorgtes Gut auf Burgenlands Straßen, in den Straßengräben, auf Rastplätzen und Wegrändern.

Kampagne zeigt Wirkung

Dass die Kampagne ihre Wirkung erziele, zeige u.a. dass man seit Bestehen keine Steigerung der Müllmengen auf den Straßen verzeichnet habe. Dennoch landet nach wie vor einiges an Müll in den Straßengräben, was auch hohe Kosten für das Land bedeutet: "Wir haben circa im gesamten hoheitlichen Bereich, öffentlichen Bereich eine Million Euro Kosten, um diesen Müll wegzuräumen. Und in sehr vielen Straßenmeistereien benötigen wir 1.600 Arbeitsstunden um den Müll wegzuräumen - das ist ein Arbeitsjahr eines Mitarbeiters", berichtete Straßenbaureferent Helmut Bieler (SPÖ) bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Neben den hohen Kosten bringt der Müll am Straßenrand und in den Straßengräben - etwa Aludosen, weggeworfene Sackerl und Verpackungen von Fastfood-Ketten oder Pet-Flaschen - auch eine Gefahr für Umwelt und Tiere mit sich, erläuterte Umweltlandesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP). Besonders Aludosen können für Tiere eine große Gefahr darstellen. "Wenn die gemäht werden und dann hier kleine Teile in den Futterkreislauf kommen, ist das vor allem für die Rinder eigentlich ein sehr großes Problem", so Liegenfeld.

Marketingkampagnen geplant

Um dafür zu sorgen, dass der Straßengraben keinem Müllgraben gleicht, werden von 23. bis 29. März und von 22. bis 28. Juni Spots geschalten. Im Radio werden es 52 Trailer sein, im Fernsehen werden 22 TV-Spots laufen, teilte ORF-Landesdirektor Karlheinz Papst mit. Als Testimonials fungieren u.a. ein Straßenmeistereimitarbeiter und die Tierschutzombudsfrau Gabriele Velich. Die TV-Trailer sind kurz und prägnant gestaltet.

Neben den Trailern wird auch mit Plakaten sowie Transparenten an Brücken und Straßenrändern auf die Kampagne aufmerksam gemacht. Außerdem wird "Sei keine Dreckschleuder" mit Aufklebern auf den Autos der Straßenmeistereien und Hinweistafeln an Radwegen begleitet.