Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Kampf gegen Windmühlen. PROTESTE /  „Alliance for Nature“ kämpft weiter gegen geplante Windparks – trotz erster Genehmigungen – denn Einwände wurden ohne Vollmacht zurückgezogen.

Alternative,Energie,Elektrizität,Wind,Windrad,Kraftwerk,Strom,Umwelt,Umweltfreundlich Copyright by BilderBox- Erwin Wodicka,A-4062 Thening; September 1999  |  NOEN, Wodicka; A-4062 Thening

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VON DORIS SEEBACHER

Die UVP-Genehmigungsbescheide (Umweltverträglichkeitsprüfung) für den Windpark Mönchhof-Halbturn-Nickelsdorf der Austrian Wind Power GmbH sind seit zwei Wochen rechtskräftig.

Die Umweltorganisation „Alliance for Nature“ (AFN), die sich für den Schutz des Natur- und Kulturerbes einsetzt, wehrt sich nach wie vor gegen die neuen Windräder.

Grund dafür: „Speziell Zugvögel würden durch den Windpark inakzeptable Dezimierungen erfahren“, so Generalsekretär Christian Schuhböck. Und auch nach der abgeschlossenen, ersten UVP, gibt er nicht auf. Laut Schuhböck wurden Einwände zurückgezogen; jedoch nicht von ihm, sondern von einem Anwalt, der dazu keine Vollmacht hatte. Er selbst wusste davon nichts, da er zu dieser Zeit gerade außer Landes war. „Wir haben die Landesregierung davon in Kenntnis gesetzt, dass wir unser Einwände aufrechterhalten“, so Schuhböck.

„Sind nicht verpflichtet,  Vollmachten zu überprüfen“

„Der Anwalt hatte sehr wohl eine Vollmacht“, so Anton Hombauer, Leiter der zuständigen Abteilung in der Landesregierung. „Wir sind jedoch nicht verpflichtet, diese zu überprüfen, außer jemand hat im Zuge des Verfahrens Zweifel an der Richtigkeit der Vollmacht.“ Das sei jedoch nicht der Fall gewesen. Kontakt mit der Landesregierung habe Schuhböck nämlich bis heute keinen hergestellt.

Schuhböck wird nun weiter gegen den Bescheid Einspruch erheben. „Damit besteht immer noch die Chance, dass dieser eine Windpark im Nordburgenland nicht gebaut wird.“ Er werde bis zum Verwaltungsgerichtshof gehen.

Hombauer: „Wir haben ein rechtsstaatlich sauberes Verfahren durchgeführt.“ Und: „Dass wir unser Welterbe pflegen, das haben wir immer wieder unter Beweis gestellt.“