Erstellt am 14. Oktober 2011, 07:37

Kampfmaßnahmen bei voestalpine ausgeweitet. Im Metaller-Streik haben die Arbeitnehmervertreter der voestalpine am Freitag die Kampfmaßnahmen ausgeweitet: Ab 6.00 Uhr früh wurde die Linzer Werkseinfahrt blockiert und für den Vormittag eine Betriebsversammlung angekündigt.

 Es werde nicht ordentlich verhandelt, kritisierte Konzernbetriebsratsvorsitzender Hans-Karl Schaller im Gespräch mit Journalisten.

Die Zufahrt zum Stahlwerk wurde immer wieder minutenweise gesperrt, die Beschäftigten mussten längere Staus hinnehmen, zeigten aber Verständnis dafür. "5,5" - die Metaller fordern 5,5 Prozent mehr Lohn - stand auf einer Baggerschaufel, "Wir kämpfen für unseren Kollektivvertrag!", war auf einem Transparent zu lesen, das die Protestierenden an einem Zugwaggon angebracht hatten. Arbeiterbetriebsrat Albert Maringer kündigte an, dass man die Hochöfen herunterfahren und die Produktion drosseln werde - voraussichtlich bis zum frühen Nachmittag.

"Die Stimmung ist bombig", so Schaller, der Zuspruch der Belegschaft sei groß. "Die Helden der Fabrik machen einen tollen Job und wollen sich nicht mit 3 Prozent abspeisen lassen." Sollte es keine Einigung geben, gehe alles nieder, sagte der Betriebsratsvorsitzende. "Wir sind nicht die Rotzbuben von (Arbeitgeber-Chefverhandler Christoph, Anm.) Hinteregger", ergänzte Schaller.

voestalpine-Sprecher Gerhard Kürner kommentierte die Maßnahmen nicht: "Wir sind Verhandlungspartner." Man sei wie andere Industriebetriebe davon betroffen, erklärte er knapp. "Nicht nur hier, sondern in ganz Österreich."