Erstellt am 03. August 2011, 00:00

KAUFKRAFT. KAUFKRAFT / Der Lebensmittelhandel boomt bedingt dadurch, dass sich die Märkte gegenseitig mit Schnäppchen unterbieten. Fernseher und Sportgeräte stagnieren.

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VON DORIS SEEBACHER

Österreichweit verzeichnete der Handel im ersten Halbjahr weder ein Plus noch ein Minus. Nicht so im Burgenland. Mit einem Zuwachs von nur 0,6 Prozent im ersten Halbjahr hat das Burgenland zwar einen Dämpfer erlitten, sich jedoch trotzdem gut geschlagen, heißt es von Seiten der Wirtschaftskammer. Im Krisenjahr 2009 stagnierte der Handel um 0,6 Prozent, doch bereits 2010 verzeichnete er wieder ein Plus von 2,2 Prozent.

Vor allem in Eisenstadt gab es Grund zum Jubeln. Mit einer Kaufkraft (siehe Infobox) von 20.000 Euro pro Einwohner und Jahr lag die Landeshauptstadt auf Platz eins (Österreichdurchschnitt: 17.280 Euro). Am wenigsten sparen die Burgenländer bei Kosmetika und bei Lebensmitteln. Im Lebensmittelhandel überbieten sich derzeit die Handelsketten mit Rabatten, worüber sich zwar die Konsumenten freuen dürfen, jedoch: Die noch wenigen selbstständigen Lebensmittelhändler werden damit zerrieben, so Harald Schermann, Pressesprecher der Wirtschaftskammer.

Einen Umsatzrückgang gab es bei Büchern und Schreibwaren und bei Sportartikeln. Bei den Sportartikeln deswegen, weil der Juni so kalt war, erklärt Harald Zink, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer. Denn gerade der Juni sei der Monat, in dem die Leute für ihren Urlaub einkaufen, erklärt Zink.

Eine Stagnation gab es auch bei Elektrogeräten. Das liegt aber auch daran, dass im Vorjahr, bedingt durch die Fußballweltmeisterschaft, beispielsweise die Nachfrage nach Fernsehgeräten extrem hoch war, so Zink. Unter Kaufkraft versteht man das in privaten Haushalten für Konsumzwecke verfügbare Einkommen nach Abzug aller regelmäßig wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen. Während die Kaufkraft in Eisenstadt im Vorjahr 20.000 Euro betrug, lag sie in Jennersdorf nur bei 15.310 Euro.

KAUFKRAFT
Unter Kaufkraft versteht man das in privaten Haushalten für Konsumzwecke verfügbare Einkommen nach Abzug aller regelmäßig wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen. Während die Kaufkraft in Eisenstadt im Vorjahr 20.000 Euro betrug, lag sie in Jennersdorf nur bei 15.310 Euro.