Erstellt am 30. Mai 2012, 14:23

Kaum noch Hoffnung für Schlecker. Die Rettung der insolventen deutschen Drogeriekette Schlecker wird immer unwahrscheinlicher. Unterschriftsreife Investorenangebote sollen nach dpa-Informationen weiter nicht vorliegen. Nach Informationen der "Südwest Presse" ist am kommenden Freitag bei der entscheidenden Gläubigerausschuss-Sitzung ein Beschluss über die Zerschlagung der Drogeriekette zu erwarten.

"Das Urteil ist gefallen. Am kommenden Freitag gibt es nur die Verkündung", zitierte die Zeitung am Mittwoch Branchenkenner. Gibt es keinen Gesamtinvestor, fällt auch die Österreich-Tochter mit ihren 930 Filialen in die Insolvenzmasse. Wolfgang Hrobar vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) kann sich auch ein Szenario vorstellen, bei dem Schlecker Österreich als eigenfirmierendes Unternehmen separat in Insolvenz geht, sagte er laut "WirtschaftsBlatt". Das Verfahren würde demnach beim Landesgericht in Linz eröffnet werden. Dafür sei aber noch Zeit. Anders als in Deutschland habe man für die Investorensuche in Österreich noch ein paar Wochen Zeit, heißt es in dem Bericht.

Schlecker-Österreich-Firmenanwalt Lughofer ließ am Dienstag gegenüber der APA damit aufhorchen, dass es Gespräche mit Investoren gibt. Nur, so recht glauben will das in der Branche niemand. Am ehesten dürfte ein Käufer das Unternehmen filetieren und verwerten, wird erwartet. 3.000 Mitarbeiter müssen in Österreich um ihren Job bangen.