Erstellt am 22. September 2012, 17:29

Kein Geld für Schlecker-Kinder aus Insolvenzmasse. Die beiden Kinder des Schlecker-Gründers werden wohl kein Geld aus der Insolvenzmasse der deutschen Drogeriemarktkette erhalten. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz habe die Forderungen von Lars und Meike Schlecker in Höhe von mehr als 160 Mio. Euro nicht anerkannt, berichtete die "WirtschaftsWoche". "Der Verwalter hat sämtliche Forderungen bestritten", zitierte das Magazin einen Anwalt der Familie.

Die Schlecker-Kinder haben erklärt, auch sie hätten in den vergangenen Jahren und durch die Insolvenz "das Allermeiste verloren". Eine Logistikfirma, die für Schlecker tätig war und den beiden Kindern gehört, hatte ebenfalls Insolvenz anmelden müssen. Insgesamt haben fast 23.000 Gläubiger der pleitegegangenen Drogeriemarktkette Forderungen von mehr als einer Milliarde Euro beim Insolvenzverwalter angemeldet. Dieser hat bereits angekündigt, dass sie nicht viel Geld bekommen werden.

Die einst größte deutsche Drogeriemarktkette war Ende Jänner in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht. Die letzten Schlecker-Filialen schlossen Ende Juni ihre Türen. Die österreichischen Filialen übernahm der Investor Rudolf Haberleitner, der sich unter dem Markennamen "dayli" als Nahversorger weiter betreibt.