Erstellt am 11. April 2012, 00:00

Kein Geld für Sonnenstrom. PHOTOVOLTAIKFÖRDERUNG / Die aktuelle Förderung ist ausgeschöpft. Doch die Photovoltaikanlagen sind momentan so billig wie noch nie und eine Förderung nicht nötig.

VON DORIS SEEBACHER

Möchte man sich derzeit über eine Förderung von privaten Photovoltaikanlagen informieren, wird man auf der Homepage der Burgenländischen Energieagentur mit der Nachricht konfrontiert: „Fördervolumen wurde ausgeschöpft“. Einreichungen seien zwar noch möglich, werden jedoch nur in Evidenz gehalten, für den Fall, dass durch Rücktritt eines Förderungswerbers Fördermittel frei werden.

Massiver Preisverfall bei  Photovoltaikanlagen

„Der große Boom bei Photovoltaikanlagen ist deshalb gekommen, weil es einen massiven Preisverfall gegeben hat“, so Niessl weiter. „Hält dieser Trend weiterhin an, ist eine Förderung nicht mehr notwendig. Er rät: „Wer beim Land nicht zum Zug kommt, der kann sein Förderansuchen zurückziehen und im Rahmen der Bundesförderung (Klima und Energiefonds) seine Ansprüche geltend machen.“ Und auch für die Anschaffung von Elektrofahrrädern wird es in Zukunft keine Förderung mehr vom Land geben. „Es handelte sich dabei um eine Anstoßförderung, die den Bürger zu innovativen Ideen hinführen sollte“, erklärt Niessl. Mittlerweile sei auch hier ein Preisverfall bemerkbar. „Im Supermarkt bekommt man mittlerweile um 400 Euro E-Bikes – da wäre eine weitere Förderung nur als Überförderung zu sehen“, so Niessl.

Grüne sehen keinen  Grund für Förderende

Die Grünen kritisieren die Einstellung der beiden Förderungen massiv. „Es wird im Burgenland einfach alles gestrichen, was ökologisch wichtig wäre“, meint Grüne-Landtagsabgeordneter Michel Reimon. Und auch zur Photovoltaikförderung meint er: „Wenn man die Photovoltaik bewusst antreiben möchte, sollte man sie weiterhin unterstützen“, so Reimon.