Erstellt am 25. Juli 2011, 10:48

Kein weiteres Sondertreffen für Griechenland. Nach dem Notplan für Griechenland beim jüngsten Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs scheint eine Art Atempause für die Gemeinschaftswährung eingekehrt zu sein.

Auch ein von einigen EU-Spitzenpolitikern in Aussicht gestelltes neuerliches Sondertreffen der Euro-Finanzminister zur Umsetzung des zweiten Rettungspakets für Athen dürfte nun doch nicht stattfinden.

Wie es in EU-Ratskreisen am Montag hieß, werde sich die Euro-Arbeitsgruppe mit dem Thema beschäftigen. Trotz der jüngsten neuerlichen Herabstufung Griechenlands durch die Ratingagentur Moody's wurde betont, dass sich Athen letztlich stabilisieren und den Schuldenstand verringern werde. Unterdessen laufen im Hintergrund Bemühungen für Wachstumshilfen der griechischen Wirtschaft. Deutschlands Wirtschaftsminister Rösler plant schon an diesem Mittwoch Gespräche zu Investitionsmöglichkeiten in dem hoch verschuldeten Euro-Land. Ziel sei eine "Investitions- und Wachstumsoffensive", eine Art "Marshallplan".

Der geplante Tausch griechischer Staatsanleihen soll ab Ende August innerhalb weniger Wochen erfolgen, um den erwarteten teilweisen Zahlungsausfall Griechenlands auf möglichst kurze Zeit zu beschränken. Wahrscheinlich werde das in den letzten Tagen des August und den ersten Tagen des September geschehen, hieß es in EU-Kreisen. Damit würde der Moment, in dem es den Ratingagenturen zufolge einen teilweisen oder eingeschränkten Bankrott geben wird, ziemlich kurz sein, wurde argumentiert.

Nach monatelangen Auseinandersetzungen hatten sich die 17 Staats- und Regierungschefs der Eurozone und der Internationale Währungsfonds (IWF) vergangenen Donnerstag auf das neue Hilfspaket mit einem Volumen von 109 Mrd. Euro geeinigt.