Erstellt am 13. August 2014, 09:53

von Werner Müllner

Keine direkten Folgen. Russland stoppt Lebensmittel-Importe aus der Europäischen Union. Das Burgenland ist nur marginal betroffen.

Kammerdirektor Otto Prieler: Wein ist zum Glück ausgenommen.  |  NOEN, BVZ
Russland hat kürzlich eine Liste von Waren vorgelegt, die als Reaktion auf die Wirtschaftssanktionen des Westens nicht mehr von dort eingeführt werden dürfen.

„Hauptsächlich Rinder und Gemüse betroffen“

Ob diese Sanktionen auch das Burgenland betreffen, erklärt Otto Prieler, Direktor der Landwirtschaftskammer: „Von den russischen Sanktionen sind hauptsächlich Rinder und deren Nebenprodukte sowie Gemüse betroffen. Rinderexport gibt es aus dem Burgenland keinen und für den Gemüseexport sind die Lieferwege zu weit.“

Dennoch könnten auch die burgenländischen Bauern den Boykott spüren: „Durch die Maßnahmen wird es zu einem Rückstau der Waren in Europa kommen und den werden auch unsere Bauern zu spüren bekommen.“

SP-Landwirtschaftssprecher fordert Ausgleichszahlungen

Wo es das Burgenland wirklich getroffen hätte, wäre der Wein gewesen, Prieler: „Der ist Gott sei Dank von den Sanktionen ausgenommen.“

SPÖ-Landwirtschaftssprecher Erwin Preiner hat seine Forderung nach Ausgleichszahlungen für Österreichs Bauern zur Abfederung möglicher Folgen des russischen Importstopps für agrarische Produkte aus der EU Anfang der Woche bekräftigt.