Erstellt am 18. Juni 2014, 11:15

von Bettina Eder

Keine WM-Freude. Zu spät beginnen für die heimischen Gastronomen die Spiele. Spartenobmann Tury: „Das ist für uns ein Problem.“

 |  NOEN
Ein kühles Getränk, ein tolles Match im Fernsehen, die passenden Fahnen und Dressen dazu: Großereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft ziehen normalerweise viele aus den eigenen Wohnzimmern raus in die Bars und Public Viewing Areas hinaus.

„Nach 23 Uhr ist in Schanigärten meist sowieso Schluss“

Doch so eine richtige Freude will in der burgenländischen Gastronomie nicht aufkommen. Spartenobmann Helmut Tury erklärt: „Die Entfernung zum Veranstaltungsort und die damit verbundenen späten Matchbeginnzeiten sind ein Problem.“

In der Gruppenphase gibt es Spiele, die erst nach Mitternacht beginnen. „Und dann kommen die Öffnungszeiten der Lokale ins Spiel. Nach 23 Uhr ist in Schanigärten meist sowieso Schluss. Wenn sich danach ein Anrainer beschwert, muss abgedreht werden“, so Tury.

Sparte Handel: „50 Prozent mehr verkauft“

Mehr freuen kann sich da schon die Sportartikelbranche. Fanartikel wie Kapperln und Dressen gehen laut WK-Handel-Spartenobmann Harald Zink weg wie die warmen Semmeln: „50 Prozent davon werden mehr verkauft.“

Dabei muss der Geschäftsmann fast Wettbüro ähnliches Wissen haben: „Man muss aufpassen, wer grad in oder im Vormarsch ist, da muss man die Artikel auf Lager haben, sonst bleibt man drauf sitzen. Wenn Argentinien Meister wird, will jeder ein Shirt vom Messi und die Fahne dazu.“