Erstellt am 27. März 2013, 11:34

Knapp 25.000 Hasen wurden im Vorjahr im Straßenverkehr getötet. Ostern steht vor der Tür, die bunten Eier und Geschenke bringt hierzulande der Osterhase.

 |  NOEN
Doch das Leben für Meister Lampe in Österreich ist gefährlich: Insgesamt 24.852 Hasen wurden im Vorjahr im Straßenverkehr getötet. Fahrbahnen in Niederösterreich und Oberösterreich waren das todbringendste Pflaster für die Tiere, gefahrvoll leben Hasen auch im Burgenland und der Steiermark. Insgesamt kamen 2012 fast 80.000 Wildtiere unter die Räder, berichtete der Verkehrsclub Österreich am Mittwoch.

Erfasst sind laut VCÖ nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer liege weit höher. Die größte Opfergruppe im Vorjahr waren Rehe, 35.865 mussten im Straßenverkehr ihr Leben lassen.

Rund um Ostern leben Hasen besonders gefährlich. "Es ist Paarungszeit und damit laufen die Hasen viel herum. Da jedoch ihr Lebensraum von vielen Straßen zerschnitten ist, kommen sie leider häufig unter die Räder", so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Seit 2005 wurden laut VCÖ mehr als 270.000 Hasen von Autos und Lastwagen "erlegt", das sind fast drei mal so viele, wie die Jäger im Vorjahr schossen.

Fast die Hälfte der im vergangenen Jahr getöteten Hasen, insgesamt 10.934, kamen in Niederösterreich unter die Räder. In Oberösterreich wurden 5.777 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.141, in der Steiermark 2.832, in Salzburg 576 und in Kärnten 417. In Wien waren es 64, in Tirol 32 und in Vorarlberg elf tote Meister Lampe.

Positiv für die Hasen ist jedoch, dass seit 2008 die Zahl der erlegten Tiere prinzipiell sinkt. Wurden 2008 noch rund 41.000 getötet, sank diese Zahl 2009 bereits auf rund 38.000 tote Hasen und 2010 waren es knapp 28.000. Von 2011 auf 2012 gab es jedoch wieder eine Steigerung um 543 mehr getötete Schlappohren.

Im 20 Quadratkilometer großen Aktionsraum eines Feldhasen befinden sich im Durchschnitt 60 Kilometer Straßen, so der VCÖ. Der Club forderte daher, dass in schützenswerten Naturgebieten keine Straßen gebaut, Bahnverbindungen jedoch ausgebaut werden. Je mehr auf die Bahn umsteigen können, umso weniger Autos gefährden das Leben der Hasen und anderer Wildtiere, so der VCÖ.