Erstellt am 13. März 2012, 13:09

Kommission fordert von Athen weitere Einsparungen. Die EU-Kommission verlangt von Griechenland einen noch härteren Sparkurs.

Die Regierung in Athen müsse in den kommenden beiden Jahren über das bereits Geplante hinaus noch einmal eine Summe im Umfang von 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einbehalten, heißt es im jüngsten Fortschrittsbericht der Kommission, der die Grundlage für die Auszahlung weiterer Hilfen ist.

"Aktuelle Prognosen zeigen große Finanzlücken in den Jahren 2013 und 2014", heißt es weiter. Ohne die zusätzlichen Sparmaßnahmen werde es Griechenland nicht gelingen, die im Gegenzug für die internationalen Hilfen vereinbarten Haushaltsziele zu erreichen.

Zuvor hatte die EU bereits vor den Risiken bei der Sanierung des südeuropäischen Landes gewarnt. Das jetzt vereinbarte zweite Rettungspaket könne den Schuldenstand bis 2020 auf 116,5 Prozent des BIP senken, heißt es in dem Reuters am Dienstag vorliegenden Bericht. Nach einem pessimistischen Szenario könne der Schuldenstand bis 2020 aber wieder auf 145 Prozent ansteigen. Im kommenden Jahr sei allein schon wegen der schweren Rezession erneut eine Quote von deutlich mehr als 160 Prozent zu erwarten.