Erstellt am 16. März 2012, 10:22

Kompetente, ehrliche, hilfsbereite, höfliche Kollegen gefrag. Kompetent, ehrlich, hilfsbereit, höflich und freundlich - das sind die Eigenschaften, die die berufstätigen Österreicher an ihren Arbeitskollegen schätzen.

 |  NOEN, BilderBox.com (www.bilderbox.com)
Gar nicht gern gesehen sind hingegen arrogante, unehrliche, rücksichtslose Mitarbeiter, die noch dazu Fehler nicht eingestehen. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts Spectra. Frauen und Männer sind dabei nicht immer einer Meinung.
 
Gefragt war, was Männern und Frauen bei Kollegen aus dem jeweils anderen Geschlecht besonders wichtig ist. Bei Kompetenz (41 Prozent) und Ehrlichkeit (39 Prozent) geht das Ranking noch konform. Hilfsbereitschaft und Höflichkeit stehen bei Frauen (41 bzw. 40 Prozent) höher im Kurs als bei Männern (32 bzw. 33 Prozent). Diese legen bei den Kolleginnen dafür größeren Wert auf Freundlichkeit (41 Prozent/Frauen: 31 Prozent) und Pünktlichkeit (30 Prozent/Frauen: 22). Den Mitarbeiterinnen ist es wichtig, dass die Bürogenossen rücksichtsvoll sind. 22 Prozent von ihnen wünschen sich diese Eigenschaft von ihren Kollegen, hingegen ist das nur 14 Prozent der Männer bei den Frauen wichtig. Auch Herren mit guten Manieren können bei den Damen punkten (33 Prozent/Männer: 24 Prozent).
 
Wichtiger geworden ist den Berufstätigen die Kompetenz ihrer Kollegen. Aktuell gehörte das für 40 Prozent der Frauen und 41 Prozent der Männer zu einem idealen Mitstreiter, 2004 nur für 31 bzw. 28 Prozent. Frauen erwarten heute von den männlichen Arbeitskameraden mehr Intelligenz. Amüsant sein und Witz sind hingegen weniger gefragt als vor sieben Jahren. Bei den Männern stehen verständnisvolle, gesellige Kolleginnen heute höher im Kurs, dafür legen sie weniger Wert auf gute Kleidung und Humor.
 
 Auf arrogante Berufsgenossen könnten die meisten verzichten. 41 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer stört dieses Merkmal beim anderen Geschlecht sehr. Dass jemand im Büro Fehler nicht zugeben kann, ist vor allem Männern ein Dorn im Auge: 40 Prozent kreiden dies ihren Kolleginnen stark an, aber nur 31 Prozent von denen ihren männlichen Mitspielern. Ganz oben auf der No-Go-Skala der Frauen: Aufdringlichkeit (41 Prozent) und wenn Kollegen sexistisch sind, schlechte Witze machen (38 Prozent).
 
Für die Studie wurden im vergangenen Dezember 1.000 Österreicher - davon 581 Berufstätige - repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren in persönlichen Interviews befragt.