Erstellt am 16. August 2013, 11:23

Konsumenten-Stimmung drückt Konjunkturindikator. Zwar sehen die Volkswirte Zeichen der Erholung für die heimische Wirtschaft, die Menschen bleiben aber skeptisch. Hauptursache dafür ist die steigende Arbeitslosigkeit.

Der monatliche Konjunkturindikator der Bank Austria ist daher im Gegensatz zu den positiven Aussagen der Wirtschaftsforscher weiter gefallen und hat mit minus 0,8 Punkten den tiefsten Wert seit November des Vorjahres erreicht.

"Während sich die Stimmung in der österreichischen Industrie, beflügelt durch einen leichten Rückenwind aus Europa, mit Beginn des zweiten Halbjahres spürbar verbesserte, trübte sich die Zuversicht unter den heimischen Verbraucher im Juli so stark ein, wie letztmals vor mehr als eineinhalb Jahren", fasst BA-Chefökonom Stefan Bruckbauer zusammen.

Die Arbeitslosigkeit dürfte sich nach seiner Einschätzung auf 7,5 Prozent im Jahresschnitt erhöhen. "Damit ist die Arbeitslosigkeit spürbar höher, als während der Wirtschaftskrise 2009. Das hemmt natürlich den Konsum", analysiert Bruckbauer Gegenläufig dazu dürfte das Wachstum der heimischen Wirtschaft von Quartal zu Quartal zulegen, erwartet die Bank Austria.

Getrieben werde diese Entwicklung von der Auslandsnachfrage "Die österreichische Wirtschaft wird von der Erholung in Europa aufgrund ihrer Exportstärke in den kommenden Monaten mehr und mehr profitieren" erwartet BA-Ökonom Walter Pudschedl. Deutschland und ein aus der Rezession auftauchendes Italien sollten dazu die wichtigsten Impulse geben, sodass sich 2013 noch ein Plus des BIP um 0,4 Prozent ausgehen sollte.

Die Inflation sollte weiter fallen und im Jahresschnitt bei 1,9 Prozent liegen. Das könnte dann die reale Kaufkraft in Österreich stützen. Sinkende Inflation bei nur langsam wachsender Wirtschaft sollten dazu führen, dass "zumindest bis Ende 2014 der Leitzinssatz unverändert bleibt", erwartet Bruckbauer.