Erstellt am 15. September 2011, 11:13

Kräftiges Beschäftigungsplus in Österreich. Die positive Entwicklung am österreichische Arbeitsmarkt hat sich im zweiten Quartal 2011 weiter fortgesetzt: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Vorjahresvergleich um 60.200 auf 4.141.200 Beschäftigte, die Arbeitslosigkeit ging gleichzeitig um 11.900 auf 175.300 Jobsuchende zurück, geht aus der aktuellen Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria hervor.

Vom kräftigen Beschäftigungsplus haben Frauen und Männer (+31.800 bzw. +28.400) gleichermaßen profitiert. Bei den Unselbstständigen gab es mit plus 43.800 Betroffenen einen deutlich höheren Zuwachs im Jahresvergleich als in den vorherigen Quartalen. Bei Selbstständigen und Mithelfenden wurden um 16.400 mehr Beschäftigte gezählt als im zweiten Quartal 2010.

Nach Branchen haben vor allem Industrie und Gewerbe mit einem Beschäftigungszuwachs von 52.100 (davon 36.300 Männer) profitiert. Im Dienstleistungsbereich gab es einen kaum merkbaren Anstieg bei den Frauen, bei den Männern ging die Beschäftigung in diesem Bereich leicht zurück. Allerdings entfielen fast zwei Drittel der offenen Stellen auf den Dienstleistungsbereich.

Deutlich zulegen konnte die Zahl der Vollzeitjobs: Im zweiten Quartal wurden im Jahresvergleich um 50.400 mehr Vollzeit- und um 9.800 mehr Teilzeitbeschäftigte gezählt. Das Plus bei der Vollzeit teilten sich Unselbstständige und Selbstständige plus Mithelfende mit jeweils rund 25.000 mehr Beschäftigten zu gleichen Teilen. Das Plus bei Teilzeitjobs resultierte aus einem Zuwachs bei den Unselbstständigen (+18.800) und einem Rückgang bei den Selbstständigen und Mithelfenden (-9.000).

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben vor allem Männer mit einem Rückgang um 9.500 auf 94.800 Jobsuchende profitiert. Die Zahl der arbeitsuchenden Frauen hingegen blieb mit 80.500 in etwa unverändert. Die Arbeitslosenquote bei den Männern sank im Jahresvergleich von 4,5 auf 4,1 Prozent, bei den Frauen ging sie von 4,2 Prozent im Vorjahr auf ebenfalls 4,1 Prozent zurück.