Erstellt am 16. August 2011, 12:31

Krankenkassen erwarten Plus von 104 Millionen. Die Krankenkassen setzen ihren Konsolidierungskurs fort. Nach der nun vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten Prognose rechnen die Krankenversicherungsträger für heuer mit einem Überschuss von 104 Millionen Euro.

Die Krankenkassen setzen ihren Konsolidierungskurs fort. Nach der nun vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten Prognose rechnen die Krankenversicherungsträger für heuer mit einem Überschuss von 104 Millionen Euro. Vor drei Monaten war noch ein deutlich geringeres Plus von 44 Millionen. Im Jahr 2010 hatten die Kassen einen Überschuss von 361,7 Millionen Euro erzielt.

Heuer sollen nach der jüngsten Prognose drei Kassen negativ bilanzieren - die Wiener Gebietskrankenkasse (-14 Mio.), die Niederösterreichische (-3,9 Mio.) und die SVA der gewerblichen Wirtschaft (-2,9 Mio.). Zwei Kassen erwarten eine ausgeglichene Bilanz - die Tiroler und die Vorarlberger GKK. Das größte Plus unter den Gebietskrankenkassen wird für die Steirische mit 25 Mio. Euro prognostiziert vor der Kärntner mit 22,5 Mio., dahinter folgen die Oberösterreichische (+7,1 Mio.), die Salzburger (+0,5 Mio.), und die Burgenländische (+0,1 Mio.). Insgesamt am Besten steht die Versicherungsanstalt der öffentliche Bediensteten mit einem erwarteten Plus von 45 Mio. Euro da.

Die Ausgaben der Kassen für die Medikamente sollen laut der Prognose heuer wieder um 3,6 Prozent steigen. Im Vorjahr waren sie nur um 0,9 Prozent angewachsen, in den vergangenen Jahren waren hier aber Steigerungen um die acht Prozent zu verzeichnen. Die Ausgaben der Kassen für die ärztliche Hilfe sollen heuer um 4,0 Prozent steigen nach einem Plus von 1,1 Prozent im Vorjahr. Und für die Spitäler rechnen die Kassen mit Mehrausgaben von 4,3 Prozent, nachdem im Vorjahr hier noch ein Minus von 0,7 Prozent registriert worden war. Auch für die Heilbehelfe wird nach einem Minus von 4,4 Prozent im Vorjahr nun für heuer mit ein Plus von 3,2 Prozent gerechnet. Der Verwaltungsaufwand soll von 1,9 auf 3,0 Prozent steigen.