Erstellt am 15. Februar 2012, 12:31

Krankenkassen erzielten 2011 ein Plus von 240 Mio.. Die Krankenkassen haben 2011 einen Überschuss von 240 Mio. Euro erzielt. Das geht aus dem am Mittwoch vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger vorgelegten vorläufigen Endergebnis hervor.

Anfang 2011 hatten die Kassen noch mit einem Minus von 32 Mio. Euro gerechnet. Trotzdem liegen die nun erzielten 240 Mio. unter dem Ergebnis von 2010, als ein Plus von 362 Mio. Euro erreicht worden war.

Im Hauptverband freut man sich darüber, dass nunmehr alle Krankenversicherungsträger den Turnaround geschafft haben und einen positiven Jahresabschluss bzw. eine ausgeglichene Gebarung vorgelegt habe. Neben der guten Konjunktur und den damit steigenden Beitragseinnahmen führt der Hauptverbands-Vorsitzende, Hans Jörg Schelling, das Ergebnis darauf zurück, "dass es den Kassen gelungen ist, ihre Finanzgebarung ohne Leistungseinschränkungen für die Versicherten und ohne Honorarkürzungen für die Vertragspartner zu konsolidieren".

Ausgeglichen haben die Tiroler und die Vorarlberger Gebietskrankenkasse bilanziert, alle anderen liegen im Plus. Den größten Überschuss erwirtschafteten die GKK von Oberösterreich und der Steiermark mit jeweils mehr als 33 Mio. Euro, die Versicherungsanstalt Öffentlich Bediensteter erreichte sogar ein Plus von 69,2 Mio. Euro.

Die Beitragseinnahmen sind aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung um 111 Millionen Euro höher ausgefallen als im Voranschlag prognostiziert. Dafür sind die Ausgaben für Versicherungsleistungen um 154 Mio. Euro geringer ausgefallen. Ins Gewicht fielen dabei vor allem die Ausgaben für Medikamente, die gegenüber dem Vorjahr nur um 2,9 Prozent gestiegen sind und nicht, wie prognostiziert, um 4,1 Prozent.

Für heuer erwarten die Kassen einen geringeren Überschuss von 66 Millionen Euro, allerdings ist in den vergangenen Jahren das Endergebnis immer deutlich über den Prognosen gelegen.