Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Krebs durch Heimwerken?. WARNUNG / Eine Untersuchung der Arbeiterkammer ergab, dass in Baumarktprodukten oft krebserregende Stoffe zu finden sind.

Eva Schreiber und Sabine Cladrowa (v.l.) warnen vor allem vor Billigwerkzeugen aus Baumärkten, die einen strengen Geruch aufweisen.SEEBACHER  |  NOEN
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VON DORIS SEEBACHER

Heimwerker leben gefährlich. Die Arbeiterkammer Burgenland (AK) hat –  gemeinsam mit der Abteilung Chemikalien des Umweltbundesamtes – 17 Heimwerkerprodukte aus Baumärkten auf gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe überprüft. Und das Ergebnis ist besorgniserregend. Bei neun Produkten der Baumärkte Hornbach, Zgonc und Baumax wurden gefährliche PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und der Kunststoffweichmacher DEHP (Diethylhexylphthalat) nachgewiesen. „Die große Gefahr dabei ist, dass diese Stoffe hauptsächlich durch Hautkontakt in den Körper gelangen“, so Sabine Cladrowa, Leiterin der Abeilung Chemikalien im Umweltbundesamt. Die beiden Stoffe erhöhen das Krebsrisiko und können auch den Hormonhaushalt empfindlich beeinträchtigen.

„Riechtest“ bringt erste  Erkenntnis über die Gefahr

AK-Konsumentenschutzexpertin Eva Schreiber rät: „Ist ein Produkt billig und der Griff aus weichem, stechend riechendem Gummi, dann lassen Sie es besser gleich im Regal“.

Die gute Nachricht: Alle Baumärkte haben sofort diese gefährlichen Artikel aus ihrem Sortiment entfernt.

Für all jene, die einen der genannten Artikel (siehe Infobox) in ihrem Haushalt haben, ist jedoch weiterhin große Vorsicht geboten.