Erstellt am 16. September 2013, 13:58

Kreditrisikowarnung der RBI für 2013. Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) muss 2013 für notleidende Kredite um bis zu 20 Prozent mehr zur Seite legen als noch vor drei Wochen gedacht.

Grund für den jetzt verschärften Kreditrisikoausblick waren höhere Vorsorgen für einige Großkundenkredite in Österreich nach Firmenpleiten, aber auch höhere Risikokosten in Ost- und Südosteuropa. Zusätzlich muss in China weiter rückgestellt werden. Hier gab es bereits voriges Jahr Belastungen in zweistelliger Millionenhöhe nach einem gerichtsanhängigen Betrugsfall. Am Sonntag gab es nach APA-Informationen eine außertourliche Vorstandssitzung. Am Abend kam die Mitteilung, die RBI habe im Ausblick die Kreditrisikovorsorge für das laufende Jahr von einer Milliarde Euro auf "1,1 bis 1,2 Mrd. Euro" erhöht.

Erst am 22. August bei der Vorlage der Halbjahreszahlen hatte der RBI-Vorstand seinen ursprünglichen Ausblick eines Kreditrisikos auf Vorjahresniveau - also von 1 Mrd. Euro - bestätigt.

In Slowenien werden die Vorsorgen teurer, weil ein von der EU vorgegebener Banken-Stresstest in dem angeschlagenen Land auf heuer vorgezogen wurde. In Albanien kommt durch eine Bilanzierungsumstellung die Kreditvorsorge teurer. Auch in Bulgarien werde ein höherer Dotierungsbedarf gesehen, hieß es am Montag aus der RBI.