Erstellt am 22. November 2011, 14:54

KV-Runde für Telekom-Beschäftigte scheitert erneut. Die Kollektivvertragsrunde für die etwa 4.500 Beschäftigten der Telekom-Unternehmen sind auch am Montag gescheitert. Bereits am Dienstag fanden in einigen Betrieben Informationsveranstaltungen dazu statt. Am Mittwoch werden weitere folgen, "wenn die Arbeitgeberseite nicht in den nächsten Stunden signalisiert, dass sie die Verhandlungen fortsetzen will", sagte Karl Proyer, Vizechef der GPA-djp.

Derzeit gebe es keinen weiteren Verhandlungstermin, "ich schließe auch weitergehende Beschlüsse nicht aus", sagte Proyer am Nachmittag. Die Verhandlungen sind nach Darstellung der Gewerkschaft an zu niedrigen Ist-Angeboten der Arbeitgeber gescheitert. "Es ist die Frage zu stellen, ob es auch bei der Anhebung der Managergehälter in der Branche eine Obergrenze von 100 Euro gibt", erklärte Proyer. Die Konzerne hätten 2010 zwar noch nicht so gut verdient wie vor der Krise, aber auch im vergangenen Jahr einen Gewinn in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags gemacht (kumuliert). "Der Abschluss muss diesen Umstand auch für die Beschäftigten reflektieren."

Bereits vergangene Woche war eine KV-Runde in der Telekombranche gescheitert. Damals hatte die Gewerkschaft beklagt, dass die Arbeitgeber die Ist-Löhne überhaupt nicht anheben wollten, was die Unternehmen in Abrede stellten.

Neben einer "nachhaltigen Erhöhung" der Mindest- und Ist-Gehälter will die GPA-djp eine Verbesserung der Anrechnung von Karenzzeiten. Die Arbeitgeber verweisen dagegen auf einen starken Wettbewerbsdruck sowie die hohen Investitionen, die 2012 erforderlich würden.