Erstellt am 27. April 2012, 11:10

Landwirtschaft deckt Inlandsbedarf nur teilweise. Die heimische Landwirtschaft hat auch im Agrar-Wirtschaftsjahr 2010/11 (Sommer bis Sommer) den Inlandsbedarf nur teilweise decken können.

Bei Getreide und Kartoffeln wurde der Bedarf zu je 88 Prozent gedeckt, bei Wein zu 66 Prozent, bei Gemüse zu 61 Prozent, bei Obst zu 52 Prozent, bei Ölsaaten zu 50 Prozent und bei pflanzlichen Ölen nur zu 26 Prozent, gab die Statistik Austria am Freitag bekannt.

Der Wert der Agrarimporte stieg von 8,2 auf 9,3 Milliarden Euro, jener der Exporte von 7,3 auf 8,5 Milliarden Euro. An gesamten Außenhandelsvolumen von 242 Milliarden Euro hat der Agrarsektor mit 17,8 Milliarden Euro einen Anteil von 7,4 Prozent, so die Statistikbehörde.

Der Pro-Kopf-Verbrauch verringerte sich 2010/11 etwa bei Kartoffeln von 62,4 auf 61,1 kg, bei Gemüse von 110,0 auf 109,1 kg, bei Obst von 77,1 auf 74,8 kg sowie bei Weizen- und Roggenmehl von 74,7 auf 74,4 kg. Bei Pflanzenölen stieg er von 13,3 auf 13,6 kg. Bei Wein sank er von 31,8 auf 30,3 l, bei Bier von 104,7 auf 104,2 l.

In Österreich wurden im vorigen Agrar-Jahr weniger pflanzliche Nahrungs- und Futtermittel hergestellt. Bei Getreide ging das Produktionsvolumen um 6 Prozent auf 4,8 Mio. Tonnen zurück, bei Kartoffeln schrumpfte es um 7 Prozent auf 671.700 t, und bei Obst sank es sogar um 15 Prozent auf 429.657 t, berichtete die Statistik Austria zum Agrarwirtschaftsjahr 2010/11.