Erstellt am 20. Januar 2016, 09:58

von NÖN Redaktion

LBL-Kritik und Diskussion um Gemeindepreis. Bündnis Liste Burgenland meint die Preise für Kommunen wären zu hoch; Energie Burgenland: Im April sinken die Preise.

Unzufrieden. Manfred Kölly vom Bündnis Liste Burgenland  |  NOEN, Werner Müllner
„Auf der einen Seite ist es erfreulich, dass nach jahrelangen Forderungen des Bündnis Liste Burgenland die Energietarife für Gemeinden ab April 2016 gesenkt werden, auf der anderen Seite sind jedoch die Strom- und Gaspreise der Energie Burgenland noch immer viel zu hoch“, betont Manfred Kölly vom Bündnis Liste Burgenland.

Und weiter: „Es gibt Anbieter, bei denen der Strompreis um bis zu 40 Prozent günstiger ist und das bei einer Bindungsfrist von einem Jahr.“

So beträgt der Arbeitspreis für eine kWh Strom bei der Energie Burgenland für Gemeinden beispielsweise 5,22 cent/kWh und bei anderen Anbietern 3,5 cent/kWh. „Wechselt eine Gemeinde den Anbieter, kann die Gemeinde sparen. Wir reden hier von einer Kostenersparnis für eine Gemeinde, natürlich abhängig vom Stromverbrauch, in der Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Jahr“, rechnet Kölly vor.

Von Seiten der Energie Burgenland hält man dagegen und betont, dass die Preispolitik schon seit Jahren auf die Bedürfnisse der Gemeinden abgestimmt ist.

„Gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinden haben wir ein neues Paket entwickelt, mit dem bei Strom bis zu 20 Prozent und bei Gas bis zu 13 Prozent Ersparnis bei den jährlichen Energiekosten möglich sind“, wird in der Energie Burgenland betont. Und meint weiter: „Die Einkaufsvorteile werden bereits am 1. April an die Gemeinden weitergegeben, wodurch diese fast ein Jahr vor dem eigentlichen Ende der Vertragslaufzeit von den günstigeren Preisen profitieren.“