Erstellt am 03. Juli 2013, 12:26

Lebensmittelaufsicht-Bilanz 2012: 151 Anzeigen. Insgesamt 2.189 Betriebsüberprüfungen haben die Lebensmittelinspektoren im Vorjahr im Burgenland durchgeführt. Gesundheitslandesrat Peter Rezar (S) präsentierte am Mittwoch die Statistiken dazu.

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Die Bilanz der Überprüfungen: Bei knapp einem Drittel der Unternehmen - rund 32 Prozent - wurden einschlägige Verstöße festgestellt, erklärte Gesundheitslandesrat Rezar vor Journalisten in Eisenstadt. Vier Betriebe mussten gesperrt werden, drei der gezogenen Proben wurden als gesundheitsschädlich bewertet.

Meist geringfügige Beanstandungen, die häufigsten im Hygienebereich

Die häufigsten Verstöße gab es im Hygienebereich - etwa wegen schlecht gereinigter Räumlichkeiten, mangelhafter Ausstattung sowie teilweise fehlenden Personalhygieneeinrichtungen. "Die meisten Beanstandungen waren geringfügig und konnten oft schon im Lauf der Kontrollen behoben werden", berichtete Rezar.

2012 erstattete die Lebensmittelaufsicht im Burgenland insgesamt 148 Verwaltungsstrafanzeigen, drei Anzeigen beschäftigten das Gericht. Derzeit sind acht Lebensmittelinspektoren tätig, ein weiterer befinde sich in Ausbildung.

Tiefpunkte: Drahtstück im Brot, Gericht mit gebrauchtem Kaugummi

Oft würden sich Konsumenten auch direkt an die Lebensmittelaufsicht wenden, so die Leiterin Maria Schiechl: "Zum Beispiel hatten wir eine Parteienbeschwerde, wo Motten in Teigwaren waren, wir hatten Milchprodukte mit Formalingeschmack und einen Metallstift in einem Faschingskrapfen."

Aber auch Reis mit Reinigungsmittelgeruch und Brot mit Ameisen beschäftigte im Vorjahr die Inspektoren. In Vergangenheit hatte man es auch schon mit einem Drahtstück in einem Brot, lebenden Würmern in Schokolade mit Nüssen und mit einem Fertiggericht samt einem gebrauchten Kaugummi darin zu tun, schilderte Schiechl.