Erstellt am 30. Oktober 2012, 15:36

Leiser Hoffnungsmarkt. Auch wenn es um unsere Nachbarn wirtschaftlich gerade schlecht bestellt ist: Für die Raiffeisen-Landesbank Burgenland ist Ungarn nach wie vor ein wichtiger Ziel-Markt.

Burgenland in Ungarn. Burgenlands Raiffeisen-Bosse mit Ungarn-Generaldirektor Heinz Wiedner (2.v.l.).  |  NOEN, Foto: Stefanitsch
Von Markus Stefanitsch

Bis sich Ungarn von der jüngsten Wirtschaftskrise erholen wird, wird noch viel Wasser die Donau hinunterfließen — allerdings gibt es mittelfristig wieder Hoffnung, dass es im Nachbarland wieder aufwärts geht.
Davon konnte sich auch die Raiffeisen-Landesbank Burgenland bei ihrem Besuch in der Hauptstadt Budapest vor Kurzem überzeugen. „Ungarn ist vor allem auch wegen der räumlichen Nähe für die burgenländische Wirtschaft von großer Bedeutung“, so Generaldirektor Julius Marhold.

Knapp 60 Unternehmen mit Standort Ungarn

Derzeit gibt es 58 burgenländische Unternehmen mit Niederlassungen in Ungarn. 350 burgenländische Unternehmer pflegen Kontakte mit ungarischen Partnern und sind an Geschäftsanbahnung interessiert. Die Raiffeisen-Landesbank unterstützt nicht nur die heimischen Unternehmen im Ausland, sondern profitiert auch von den zahlreichen ungarischen Kunden (derzeit knapp 21.000) im Burgenland. „Diese Kunden arbeiten zumeist im Burgenland und verdienen auch ihr Geld in Euro“, erklärt Marhold. Deshalb liegt es nahe, dass die Ungarn ihr Geld auch im Burgenland anlegen. Mit Ende September haben ungarischen Kunden 184,2 Millionen Euro bei der Landesbank (Einlagen und Depot) veranlagt. Dem stehen Finanzierungen in der Höhe von 100,4 Millionen Euro gegenüber, davon 54,6 Millionen für ungarische Unternehmen.

Wie wichtig Ungarn für die burgenländische Wirtschaft geworden ist, zeigt auch die Tatsache, dass im Jahr 2011 knapp 130 Millionen Euro an Kaufkraft ins Burgenland geflossen sind. Der Kaufkraftabfluss aus dem Burgenland nach Ungarn betrug hingegen „nur“ knapp 30 Millionen Euro.
Das Potenzial in Ungarn, so Raiffeisen, sei auf jeden Fall trotz Wirtschaftskrise vorhanden und seitens der Raiffeisen-Landesbank werde man den Markt weiterhin intensiv bearbeiten.
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