Erstellt am 17. Juli 2014, 13:30

Leitl will ÖGB-Kampagne nicht unterschreiben. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl unterschreibt die ÖGB-Kampagne zur Senkung der Lohnsteuer nicht.

Das betonte er am Donnerstag im Ö1-"Mittagsjournal". Zwar verfolge man das gleiche Ziel - weniger Belastung für die Bürger -, die Wege dorthin seien jedoch "sehr unterschiedlich". Leitl bekräftigte auch sein Nein zu einer Vermögenssteuer. Eine Steuerentlastung mit Steuererhöhungen zu finanzieren wäre "absurd", begründet Leitl und fordert vielmehr den Abbau von Bürokratie. Wer mehr Arbeitsplätze will, dürfe Investoren "nicht vergraulen", so der WKÖ-Präsident weiter.

Angesprochen auf seinen Sager im vergangenen Nationalratswahlkampf, Österreichs Wirtschaft sei "abgesandelt", meinte Leitl: "Na besser simma nicht 'worden." Etwas schwächte er dann aber doch ab, denn sein Sager sei schon eine Art Weckruf gewesen. So hätten die Sozialpartner daraufhin ein Bildungspapier entworfen, das "zukunfts- und richtungsweisend" sei.

Für die Wirtschaftsentwicklung hierzulande gebe es insgesamt auch genug Konzepte. Die Bundesregierung müsse diese nur umsetzen. Die Politik könne insgesamt mehr tun. Löblich sei etwa die aktuelle Initiative seines Parteichefs Finanzminister Michael Spindelegger, ein PPP-Modell beim Breitbandausbau zu starten, meinte Leitl. Weiters könnten die 271 Mio. Euro für die Wohnbauförderung für eine Offensive eingesetzt werden, um sofort Jobs zu schaffen "und den Bedarf nach Wohnraum zu mildern".