Erstellt am 07. August 2012, 14:34

Liste Burgenland für "Restzeitampeln". Für den Einsatz sogenannter Restzeit- oder Restrotampeln an Kreuzungen spricht sich die Liste Burgenland (LBL) aus. Dabei wird an der Ampel mittels LEDs in Sekundenintervallen die Zeit bis zum Ende der laufenden Rot- oder Grünphase angezeigt.

Fußgänger und Autofahrer sollen sich dadurch besser auf das Verkehrsgeschehen einstellen können, was zur Steigerung der Sicherheit beitrage. An neuralgischen Punkten mache die Verwendung solcher Ampeln durchaus Sinn, hieß es dazu vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

Auf die Restzeitampeln sei er aufmerksam gewesen, als er im Ausland unterwegs war, so der LBL-Landtagsabgeordnete Manfred Kölly. Von Land zu Land gebe es verschiedene Ampelphasen. Wenn nun die Sekunden bis zum Umschalten auf Grün heruntergezählt werden, "dann weiß ich genau: Jetzt kann ich fahren." Damit würde sich Lenker auch angespanntes Warten und das "auf der Kupplung Stehen" ersparen. Man könne durch die Zeitangabe auch besser abschätzen, ob es sich noch in der laufenden Phase ausgehe, eine Kreuzung zu überqueren, wenn man in einer Kolonne stehe.

Restrotampeln gebe es etwa in Asien, aber auch in Budapest, Györ oder Hamburg. "Das wäre ein Punkt, wo man für die Sicherheit und für die Nerven der Autofahrer etwas tun kann", meinte der Abgeordnete, der deshalb einen Entschließungsantrag im Burgenland-Landtag initiieren will. "Das muss uns die Verkehrssicherheit wert sein", so Kölly.

In Österreich seien solche Systeme bei Fußgängerampeln bisher vereinzelt - hauptsächlich im städtischen Bereich, etwa in Wien - im Einsatz, so KFV-Landesstellenleiter Thomas Leitner. Sinnvoll sei die Verwendung aber auch in anderen Bereichen, wo derartige Kreuzungen vorhanden seien, zum Beispiel an unfallträchtigen Fußgängerübergängen.

"An neuralgischen Punkten, vor allem dort, wo man viele Rotlicht-Überschreiter hat, dort macht es Sinn, wenn man dem Fußgänger anzeigt, wie lange die Wartezeit noch dauert", so Leitner. Denn durch die Angabe würde die Akzeptanz beim Fußgänger erhöht.