Erstellt am 07. Oktober 2013, 08:42

Lohndifferenz im Öffentlichen Dienst vermindert. Die geschlechterspezifischen Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen im Bundesdienst belaufen sich auf durchschnittlich 13 Prozent.

Im Jahr 2011 lag dieser Wert noch bei 15 Prozent, das geht aus dem Einkommensbericht des Bundes 2013 hervor. "Die Einkommensschere im öffentlichen Dienst wird immer kleiner, das ist wirklich erfreulich", meinte Frauen- und Beamtenministerin Heinisch-Hosek. Die Bezüge im öffentlichen Dienst sind gesetzlich geregelt, daher ist die Gehaltsschere auch im Vergleich zur Privatwirtschaft, wo der Einkommensunterschied laut Rechnungshof rund ein Fünftel beträgt, geringer. Die dennoch vorhandenen Unterschiede begründet das Ministerium vor allem mit teilweise erheblichen Altersunterschieden, denn die Frauen im Bundesdienst sind wesentlich jünger als die Männer. Darüber hinaus werden Überstunden öfter von Männern als von Frauen geleistet und nur jeder vierte Spitzenjob im Bundesdienst ist weiblich besetzt.

Die Einkommensdifferenzen in den einzelnen Bereichen sind unterschiedlich stark. In der Allgemeinen Verwaltung etwa beläuft sie sich auf 23,0 Prozent, bei den Richtern und Staatsanwälten auf 17,2 Prozent und im Militärischen Dienst auf 31,3 Prozent. Bei den Lehrern sind Einkommensunterschiede von 14,5 Prozent zu verzeichnen, im Krankenpflegedienst von 10,1 Prozent.

Der Einkommensbericht 2013 umfasst neben den ganzjährig Vollbeschäftigten auch Teilzeitbeschäftigte und unterjährig Beschäftigte. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wird deren Einkommen hochgerechnet. Um die Einkommensunterschiede zu verkleinern, setzt das Ministerium etwa auf aktives Karenzmanagement und eine "gerechte Aufteilung" der Karenzzeiten, denn längere Karenzen bei Frauen wirken sich ebenfalls negativ auf Vorrückungen aus. Heinisch-Hosek zeigte sich über die positive Entwicklung im Öffentlichen Dienst erfreut: "Die Maßnahmen der vergangenen Jahre zeigen Wirkung." Sie sieht damit den Bund als Vorbild für die Privatwirtschaft.