Erstellt am 25. November 2013, 13:53

Lufthansa gibt AUA vier Prozent Gewinnmarge vor. Nach sieben Verlustjahren soll die AUA (Austrian Airlines) am Jahresende mit einem "kleinen doppelstelligen Millionenbetrag über der Nulllinie" liegen, sagte AUA-Chef Jaan Albrecht.

Jetzt müsse die Marge verbessert werden, um investitionsfähig zu werden. 4 Prozent Marge bis 2016 sei die Latte, die die Lufthansa gelegt habe, berichtet Albrecht. Derzeit liege diese Marge bei einem Prozent des Umsatzes.

Auf den sehr kurzen Strecken, speziell im Inland, verliere die AUA noch Geld. Die AUA sehe sich klar als Partner in der Luft, Albrecht bestätigte aber auf Nachfrage künftige Überlegungen, zwischen Graz in Wien Busse einzusetzen.

Zur Zukunft der Kurzstrecke meint der AUA-Chef, er sehe die Bahn grundsätzlich nicht als Konkurrenz: "Wenn der Kunde um sieben Uhr in der Früh in Linz am Hauptbahnhof einchecken kann, um neun in Schwechat ist und eine Stunde später nach New York weiter fliegt, dann ist das effizienter, als er reist per Flugzeug an."

Die AUA wolle, dass der Flughafen Wien besser an die Bahnachsen angebunden wird, auch nach Brünn oder Bratislava. "Das würde uns helfen, die unrentablen Kürzeststrecken anders zu managen", meint Albrecht.

Dass die arabische Fluglinie Etihad ein Regionalnetz in Europa aufziehe, sei eine "klare Attacke", so Albrecht in der "Kleinen Zeitung". Da helfe nur, den ganzen alten Rost abzuschütteln.

Steigen der Ticketpreise erwartet
Was die Ticketpreise betrifft, so habe man 2012 die Talsohle gesehen, sagte der AUA-Chef. "Ich erwarte mir nun wieder ein generelles Steigen der Preise in Europa."

Noch immer suspendiert hat die AUA die Flüge nach Teheran. Hier hofft Albrecht nun auf Entspannung: "Da schauen wir jede Woche, ob das wieder kommen kann", so Albrecht.

Zur Kollektivvertragsreform beim Bodenpersonal - wo eine Urabstimmung in der Belegschaft bis Montag verlängert wurde - spricht Albrecht von "fundamentalen Änderungen".