Erstellt am 16. April 2013, 15:12

Luxemburg und Österreich wollen engere Beziehungen. Österreich und Luxemburg wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen intensivieren.

Österreich sei nur der zwölftwichtigste Handelspartner des Großherzogtums mit einem Außenhandelsvolumen von 350 bis 400 Millionen Euro, bedauerten Etienne Schneider, Wirtschaftsminister Luxemburgs, und Österreichs Ressortchef Mitterlehner am Dienstag in einer Pressekonferenz in Wien. "Da gibt es noch Luft nach oben", so Mitterlehner. Dabei sei die Struktur der Wirtschaft in den beiden Ländern durchaus ähnlich.

Luxemburg setze auf vier Sektoren, darunter Gesundheit, Computertechnologie und Logistik, so Schneider. Gerade jetzt, wo das Bankgeheimnis aufgeweicht werde, müsse das Land im Finanzsektor mit Arbeitsplatzverlusten rechnen, umso wichtiger seien andere Sektoren. Gerade die Logistik "wird massiv Arbeitsplätze schaffen, vor allem auch für Leute mit weniger Qualifikation", hofft Schneider und verweist darauf, dass der Logistiksektor auch in Österreich wichtig sei.

Gemeinsam setzen sich Mitterlehner und Schneider dafür ein, dass auch in Zukunft 20 Prozent der Wirtschaftsleistung in der EU von der Industrie kommen. "Das ist ein starkes und wichtiges Ziel", so Schneider. Gemeinsam wollen sie auch sicherstellen, dass der Wirtschaft die CO2-Zertifikate dauerhaft erhalten bleiben.

Die EU-Kommission will derzeit die Zahl der Berechtigungen Treibhausgase auszustoßen um 900.000 t CO2 verringern, um den aktuellen Preisverfall zu stoppen bzw. umzukehren. Das sei beim aktuellen Preisniveau von vier Euro je Tonne, die sogar Kohlekraftwerke wieder rentabel mache, durchaus gerechtfertigt, meinen Schneider und Mitterlehner. Wenn aber die Konjunktur wieder anspringe, müssten diese Zertifikate auch wieder auf den Markt kommen, damit die Preise dann nicht explodieren.