Erstellt am 01. Juli 2015, 06:41

von Werner Müllner

Matura und nun…?. Burgenlands Maturanten wurden befragt, was sie nach der Schule machen: Ein Drittel geht arbeiten, ein Drittel studiert.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Die Industriellenvereinigung (IV) und der Landesschulrat (LSR) haben burgenländische Maturanten nach ihren Plänen und Einschätzungen des Arbeitsmarktes gefragt.

Eines vorweg, die heimische Arbeitsmarktlage sehen sie eher skeptisch. Die Maturanten sehen die momentane Arbeitsmarktlage zu 55 Prozent für eher schlecht oder sehr schlecht.

x  |  NOEN, Landesschulrat Burgenland/Grafik Bischof


Den Wirtschaftsstandort Burgenland beurteilt man durchwachsen mit 35 Prozent eher gut oder sehr gut und 40 Prozent eher schlecht oder sehr schlecht. Auch die Aussichten auf eine bessere wirtschaftliche Lage in den nächsten 12 Monaten hat sich gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf rund 17 Prozent verschlechtert.

Im Vergleich zum Vorjahr schreiben noch mehr Maturanten die größten Beiträge zur Wertschöpfung im Burgenland dem Tourismus, der Landwirtschaft, dem Gewerbe und Handwerk und dem Handel zu. Danach an fünfter Stelle kommt erst die Industrie, gefolgt von den Banken und Versicherungen.

Tatsächlich trägt die Industrie – gleich nach dem öffentlichen Dienst (20 Prozent) rund 17 Prozent zum Landes-BIP bei. Weit danach im einstelligen Bereich kommen Tourismus und Landwirtschaft.

„70 von hundert Schülern sind selbst aktiv!“

LSR-Präsident Heinz Josef Zitz ist stolz auf die Initiative der Maturanten: „Fast 70 von hundert Schülern lassen die Dinge nicht auf sich zukommen, sondern sie sind selbst sehr aktiv! Immerhin beschäftigen sich noch weitere 26,3 Prozent mit dieser Materie. Offensichtlich wird ihnen im Unterricht schon bewusst gemacht, dass Eigeninitiative immer die beste aller Möglichkeiten ist, seine Zukunft möglichst frei zu gestalten.“

Auch IV-Präsident Manfred Gerger ist zuversichtlich: „Obwohl sie den Wirtschaftsstandort Burgenland und die aktuelle Arbeitsmarktlage nicht so rosig sehen, werfen die jungen Leute nicht die Flinte ins Korn, sondern nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Der leichte Trend hin zu technischen und naturwissenschaftlichen Fächern und Berufen lässt hoffen, dass unsere Jugend begriffen hat, wo tolle Jobs zu guten Gehältern zu finden sind“, freut sich der IV-Präsdident.

Die komplette Studie (Klicken Sie auf das Dokument, um es zu öffnen):