Erstellt am 02. Januar 2016, 14:24

von NÖN Redaktion

Mehr als 20 Mio. Euro Schaden durch Dürre. Hitze und Trockenheit haben in Burgenlands Landwirtschaft 2015 Schäden von weit mehr als 20 Mio. Euro angerichtet, zog Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger am Samstag in einer Aussendung Bilanz.

Hautzinger sprach sich für einen verbesserten Versicherungsschutz für Bauern aus. Probleme für die Landwirte würden weiterhin auch die EU-Sanktionen gegen Russland verursachen.

Die Lebensmittelproduktion sei zu rund 80 Prozent vom Wetter abhängig. Zum Schutz vor klimabedingten Ertrags- und damit Einkommenseinbußen sei neben der Hagelversicherung eine weiterentwickelte, von Bund und Land unterstützte Dürreversicherung notwendig. Den Bauern müsse außerdem eine Einkommensausfallversicherung angeboten werden, so Hautzinger.

Hagelversicherung, Landwirtschaftsministerium und die Landwirtschaftskammern hätten bereits Modelle für eine umfassende Mehrgefahrenversicherung mit Zuschüssen von Bund und Land erarbeitet. Diese werde den Landwirten schon in einigen Bundesländern angeboten. Er hoffe, dass sie auch im Burgenland ehestens zur Verfügung stehe, meinte der Landwirtschaftskammerpräsident. Im Landtag habe im Dezember ein ÖVP-Antrag für einen Dürreversicherungszuschuss keine Unterstützung bei den anderen Parteien gefunden.

Registrierkassenpflicht als "überzogene bürokratische Schikane"

Zu Jahresbeginn plagten die Bauern auch nach wie vor die Folgen der von der EU gegen Russland verhängten Sanktionen, berichtete Hautzinger. Die Registrierkassenpflicht für bäuerliche Direktvermarkter werde vielfach als "überzogene bürokratische Schikane" angesehen. Die mit 1. Jänner 2016 wirksam gewordene Steuerreform sei aber insofern erfreulich, weil auch vielen Nebenerwerbsbauern mehr Geld übrig bleibe.