Erstellt am 15. Dezember 2011, 13:50

Mehr Sitzplätze in ÖBB-Zügen zu den Weihnachtsfeiertagen. Die ÖBB verstärken ihr Sitzplatzangebot in ihren Zügen rund um die Weihnachtsfeiertage: 440 zusätzliche Wagen mit 35.000 Sitzplätzen stehen für Bahnreisende bereit, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.

Dennoch empfahlen die ÖBB ihren Kunden, zu reservieren. Dies kostet sowohl in der 1. als auch in der 2. Klasse bei Internetbuchung und am Fahrkartenautomaten drei Euro, beim Schalter 3,50 Euro.

Insbesondere bei all jenen Fernverkehrszügen, die im ÖBB-Online-Fahrplan "Scotty" mit dem Hinweis "Starker Reisetag" versehen sind, riet die Bahn dringend zur Sitzplatzreservierung. Als eine besondere logistische Herausforderung bezeichnete die Bahn den 23. Dezember. An diesem Freitag sollen auf der Südbahn 4.000 zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt werden. Auf der Westachse zwischen Wien und Bregenz werden drei Railjet-Züge verdoppelt, dazu kommen laut ÖBB 3.000 Sitzplätze in anderen Zügen. Zusätzliche Verbindungen wird es rund um die Feiertage jedoch keine geben, sagte Konzernsprecherin Sarah Nettel zur APA.

Um "tausende Plätze" verstärkt werden sollen die Züge auch am 22., 24. und 26. Dezember, zu Silvester sowie am 8. und 9. Jänner 2012. Dennoch sei die Kapazität begrenzt. Da zur Weihnachtszeit alle Bahnen ihr Wagenmaterial selber benötigen, können auch keine zusätzliche Wagen von anderen Bahnen angemietet werden. "Unser gesamtes Wagenmaterial wird an diesen Tagen in Österreich unterwegs sein", erklärte Nettel.

Allein am vergangenen Sonntag waren laut Angaben der Bahn 10.000 Personen mehr als sonst mit den Zügen der ÖBB unterwegs. Dies führte bereits zu drastischen Maßnahmen. Wegen eines völlig überfüllten Zuges hatte ein Schaffner am Sonntagnachmittag rund 100 Fahrgäste aus dem Eurocity Polonia (Warschau-Villach) in Wiener Neustadt aus dem Zug geworfen, eine sichere Weiterfahrt konnte nicht mehr gewährleistet werden. Durch die Sitzplatzverstärkung soll solchen Situationen vorgebeugt werden, hieß es seitens der ÖBB.