Erstellt am 02. April 2014, 00:00

Mehr Verkehr auf Schiene. Burgenland als „Drehscheibe des Bahnverkehrs“. Während der neue Plan in den Startlöchern steht, ist es um ein weiteres Milliardenprojekt ruhig geworden.

Kooperation: Projektkoordinator Andreas Friedwagner, Landeschef Hans Niessl, Andreas Zimmer (Vereinte Nationen) und Verkehrskoordinator Peter Zinggl (v.l.) präsentierten die SETA (»South-Eastern-Transport-Axis«).  |  NOEN, unknown

Eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen Europas gewinnt für das Burgenland an Bedeutung: Mit raschen Infrastruktur-Maßnahmen soll – über den Großraum Wien-Bratislava – bis zum Jahr 2020 eine leistungsfähige Bahnverbindung zu den Adria-Häfen und zum Balkan zur Verfügung stehen.

Wirtschaftsstandort wird weiter gestärkt

Mehr als drei Jahre lang liefen die Vorarbeiten, bei denen das Burgenland eine federführende Rolle einnahm. Jetzt präsentierten Landeschef Hans Niessl und Co. einzelne Vorhaben, die zum großen Ziel führen sollen: Die Anbindung an die internationalen Bahnnetze, so Niessl, ermögliche eine weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandortes.

Der Gütertransport soll von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Auch beim Personenverkehr werden schnellere Verbindungen in Aussicht gestellt – so soll etwa Zagreb vom Burgenland aus in nur vier Stunden erreichbar sein.

Ruhig ist es indes um die geplante russische Breitspurbahn geworden, nicht zuletzt aufgrund der politischen Lage. Wie berichtet, ist für den End-Terminal (Kosten: 800 Millionen Euro) auch die Region um Parndorf im Gespräch. Auf BVZ-Anfrage heißt es seitens der Breitspur-Planungsgesellschaft, der Abschluss der Organisationstätigkeiten sei für heuer geplant. Eine Machbarkeitsstudie soll dann Aufschluss über weitere Schritte geben.